Reporters

Die Regierung investiert: Belgiens Staatssicherheit wird vermehrt in die Cybersicherheit involviert

Die belgische Staatssicherheit wird in den kommenden Jahren doppelt so viele Mitarbeiter haben, wie bisher. Unser Land investiert dazu Millionen Euro in die ICT-Fähigkeiten dieser Behörde. Jaak Raes, der Leiter der Staatssicherheit sieht das so: „In einer Gesellschaft mit stets mehr und komplexeren Bedrohungen braucht man einen starken Nachrichtendienst.“

Bis 2024, also bis zum Ende der laufenden Regierungsperiode, soll die Staatssicherheit ihren Personalbestand enorm steigern. Aktuell arbeiten hier 583 Personen, doch diese Zahl soll bis dahin bei über 1.000 Mitarbeitern liegen, so Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD). Hinzu kommen zudem neue Verbindungsoffiziere, z.B. in Den Haag zur Zusammenarbeit mit Europol und in Washington für die Kooperation mit den US-Nachrichtendiensten, hinzu.

Jährlich werden zudem in den kommenden vier Jahren rund 7,5 Mio. € in die Datenverarbeitung der belgischen Staatssicherheit investiert. Hier geht es nicht zuletzt auch um eine konkretere und breitere Überwachungspräsenz in den sozialen Medien und in deren dunkleren Kanälen, wie z.B. im sogenannten Darknet und bei Telegram, ein Dienst, den sowohl die Kriminalität, als auch die politische Extreme vornehmlich nutzt.

Neben der Abwehr von Terrorismus und Extremismus gilt die Aufmerksamkeit auch immer mehr der Einmischung aus dem Ausland in innere Angelegenheiten und auch um Spionage, z.B. auch Industriespionage. Justizminister Van Quickenborne und Geheimdienstleiter Raes stellen fest, dass die entsprechende Bedrohung gegen Belgien immer stärker und deutlicher wird. Jaak Raes ist eindeutig: „Wir entwickeln uns in Richtung einer Behörde, die diese Herausforderung annehmen kann.“ 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten