Suche nach Jürgen Conings: Gefundener Rucksack "so gut wie sicher" von dem flüchtigen Rechtsextremisten

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel ist zu „80 bis 90 % sicher“ dass der am Donnerstag in Dilsen-Stokkem (Prov. Limburg) gefundene Rucksack dem flüchtigen terrorverdächtigen Jürgen Conings gehört. In diesem Rucksack wurde u.a. Munition für eine Maschinenpistole entdeckt. Der Fund ist die erste Spur von Conings seit Wochen. 

Nach Informationen von VRT NWS gehört diese Munition zu einer Maschinenpistole vom Typ P-90, die der inzwischen aus der Armee entlassene rechtsextreme Soldat aus seiner Kaserne in Leopoldsburg gestohlen hat. Zudem, so die Information, habe sich in dem Rucksack Psychopharmaka befunden und auch Leuchtmunition, sogenannte „Flares“. 

Dies ist wohl der erste materielle und ballistische Beweis im Fall Jürgen Conings, der konkret vorliegt. Bisher wurde bei der Suche nach dem als terrorverdächtig geltendem Extremisten nur dessen Auto gefunden, ein Tag nach dessen Verschwinden in Dilsen-Stokkem (17. Mai), nur etwa 1 km vom Fundort des Rücksacks entfernt. Dieser könnte bereits längere Zeit dort gelegen haben, denn er war nach Angaben eines VRT-Informanten feucht, als er gefunden wurde.

Inzwischen wird weiter aktiv nach Conings gesucht (siehe nebenstehenden Beitrag und das Video unten). Die Frage in diesem Zusammenhang ist, seit wann der Rucksack an seinem Fundort gelegen hat. Dort wurde die gesamte Gegend von dutzenden Soldaten und Polizisten durchkämmt. Wurde er übersehen? Hat Conings ihn dort später erst verloren oder vergessen, als er vor den Suchtrupps flüchten musste? Oder handelt es sich dabei gar um ein Täuschungsmanöver oder eine falsche Fährte? Conings kennt das weiter durchsuchte Gebiet wie seine Westentasche… 

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