Deutscher Jürgen Conings-"Doppelgänger" sorgte in den Niederlanden kurz für Unruhe

In der Nähe eines Friedhofs im niederländischen Groningen ist am Freitagabend kurzzeitig Unruhe entstanden, als der in Belgien gesuchte Terrorverdächtige Jürgen Conings (Foto) dort gesehen worden sein soll. Wie die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws am Samstag meldet, nahm die niederländische Polizei diese Meldungen sehr ernst und ging zunächst von einer Gefahr auch für sie selbst aus.

Doch letztendlich handelte es sich bei der betroffenen Person um einen Deutschen, der laut Polizei „äußerlich deutliche Übereinstimmungen mit Conings hatte.“ Bei dem Mann handelte es sich offenbar um eine hinkende Person in voller Outdoor-Ausrüstung…

Er war sich dessen wohl nicht bewusst, so der Deutsche nach der Intervention der Groniger Polizei, der nach eigenen Angaben auf Wanderschaft durch die Niederlande ist. Tatsächlich ist die Polizei in Groningen von einer möglichen Konfrontation mit dem gesuchten Soldaten aus Belgien ausgegangen, wie Het Laatste Nieuws schreibt. 

Manchmal, so die Polizei von Groningen via Instagram, „kommen Meldungen herein, bei denen wir realisieren, dass wenn diese stimmt, wir als Polizei eine deutliche Herausforderung haben und dann auch echt Gefahr laufen.“

Dass von Jürgen Conings eine potentielle Gefahr ausgeht ist angesichts der Bedrohungen, die er gegen Virologen, gegen die Behörden und auch gegen die Moscheen ausstieß und angesichts seiner schweren Bewaffnung sicher.

Conings ist seit dem 17. Mai verschwunden. Vor einigen Tagen fanden Polizei und Justiz einen Rucksack, der dem Terrorverdächtigen zu „80 bis 90 %“ zugeschrieben wird. Darin befand sich Munition für die Maschinenpistole P-90, eine als schwere Kriegswaffe geltende Waffe.

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