Probleme mit dem Johnson & Johnson-Vakzin sorgen für Verzögerungen in Belgiens Impfplanung

Die Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson sorgen für Verzögerungen in der belgischen Impfplanung. Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit - Foto) sagte am Samstagmorgen im VRT-Sender Radio 1, dass dies für eine Verzögerung von bis zu 3 Wochen sorgen könnte.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag angekündigt, dass die blockierten Lose des Johnson & Johnson-Impfstoffes nicht mehr freigegeben werden und aus dem Verkehr gezogen bzw. vernichtet werden müssen. Das betrifft laut EMA 17 Millionen Impfdosen, von denen alleine 1,2 Millionen in Belgien lagern.

Dem Problem zugrunde liegen offenbar Fehler in der Produktion in einem J&J-Werk im US-Staat Baltimore, wie Belgiens Gesundheitsminister Vandenbroucke am Morgen erklärte.

Belgien hatte ursprünglich darauf gezählt, bis Ende Juni über 1,4 Millionen Dosen dieses Impfstoffes verfügen zu können, doch so Vandenbroucke: „Ende Juni werden wir nur rund 450.000 Dosen haben. Ein Stück weit wird dies unsere Planungen beeinflussen, auch wenn schon länger nicht mehr mit den 1,4 Millionen Dosen gerechnet haben. Doch das bedeutet eine Verzögerung.“

Der Minister rechnet mit einer Verspätung von bis zu 3 Wochen: „Wir wissen nicht, wie viele Impfstoffe Johnson im Juli liefern wird. Wir müssen schauen, wo wir Ende Juni stehen. Doch lassen sie uns optimistisch sein und nicht in Panik verfallen. Die Impfkampagne in Flandern verläuft besonders gut.“  

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