Nicolas Maeterlinck

Gesundheitsgefährdung durch PFOS für die Bauarbeiter an der "Oosterweel"-Verbindung?

Auch die Arbeiter, die auf der Baustelle zur neuen „Oosterweel“-Verbindung beschäftigt sind, sollten sich gegen PFOS schützen und am beste auch ihr Blut nach entsprechenden Schadstoffen untersuchen lassen. Das empfiehlt der Toxikologe und Arbeitsmediziner Lode Godderis. Bisher sind Blutuntersuchungen für die Bewohner von Zwijndrecht geplant, die in der direkteren Umgebung der Chemiefabrik 3M leben.

Für den Toxikologen Godderis ist sicher, dass auch die Bauarbeiter an der Megabaustelle zur neuen Verkehrsachse in Antwerpen mit verseuchtem Boden oder verunreinigtem Abraum durch die PFOS-Produktion von 3M in Zwijndrecht Schutz brauchen und ihr Blut untersuchen lassen sollten: „Das wäre eine gute Idee. Die Arbeiter kommen nämlich auf zwei Wegen in Kontakt mit verunreinigter Erde: Über das Einatmen von Staub und über die Haut.“

Godderis rät den Bauarbeitern, bzw. den Bauunternehmen, die für den Bauherren Lantis tätig sind, Mund- und Nasenschutzmasken zu tragen, wie wir sie seit Corona kennen, doch der Schutz sollte weitergehen: „Beispielsweise mit Arbeitskleidung mit langen Ärmeln. Man sollte auch auf die Hygiene achten, duschen und die Arbeitskleidung von der normalen Kleidung fernhalten und nicht mit nach Hause nehmen. Das ist wichtig.“

Der Arbeitsmediziner rät auch den Bagger- und den LKW-Fahrern an den von PFOS betroffenen Stellen, besser in ihren Fahrzeugen zu bleiben und die Türen geschlossen zu lassen, damit verunreinigter Staub nicht hereinkommen kann. 

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