Antwerpen: Falscher Bankmitarbeiter betrügt Ehepaar um 100.000 Euro

In Antwerpen hat ein älteres Ehepaar letzte Woche mehr als 100.000 Euro an einen falschen Bankmitarbeiter ausgehändigt. Die über 80-Jährigen hatten einen vorgetäuschten Anruf von ihrer Bank erhalten, die sie vor verdächtigen Transaktionen warnte. Nach dem Anruf wurden die Betrüger bei dem Paar zu Hause vorstellig und taten so, als würden sie die Bankkarte zerschneiden, so hieß es in einer Mitteilung der Antwerpener Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen hat in kürzester Zeit viele Meldungen über Helpdesk-Betrug erhalten und warnt vor einer neuen Form des Betrugs. "Das Phänomen scheint sich auszubreiten und besonders ältere Menschen scheinen die Opfer zu sein. Letzte Woche hat ein über 80-jähriges Ehepaar auf diese Weise mehr als 100.000 Euro verloren”, sagte Kristof Aerts von der Staatsanwaltschaft. 

Bei dieser Betrugsmasche rufen Betrüger Menschen an und geben sich als Mitarbeiter ihrer Bank aus. "Sie melden eine verdächtige Transaktion und bitten das Opfer, sich online in sein Konto einzuloggen. Die Betrüger klagen dann über die Qualität der Telefonverbindung und schicken einen falschen Bankmitarbeiter vorbei. Dieser erschleicht sich ebenfalls das Vertrauen vor Ort und loggt sich dann gemeinsam mit dem späteren Opfer ein”, erklärte Aerts.  

Sobald der Betrüger in Besitz des Passworts ist und um eventuellen Argwohn zu zerstreuen, schlägt er vor, die Bankkarte des Opfers zu zerschneiden. Allerdings wird die Karte dann vom Betrüger schnell gewechselt oder der entscheidende Chip nicht abgeschnitten. Er flickt die Karte wieder zusammen, um Geld vom Konto des Opfers abzuheben. 

Die Staatsanwaltschaft Antwerpen ermittelt derzeit in zwei dieser Betrugsfälle" in Heist-op-den-Berg und Antwerpen. Anfang der Woche wurde ein über 80-jähriges Ehepaar in Brecht um mehr als 100.000 Euro betrogen. Auch in Limburg wurden solche Betrügereien angezeigt. 

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