Antwerpen: Beim Einsturz eines Schulneubaus sterben insgesamt fünf Menschen

Rettungskräfte in Antwerpen haben am Samstag ein viertes Opfer unter den Trümmern eines eingestürzten Schulgebäudes im Stadtteil Nieuw Zuid geborgen. Ein fünftes Opfer wurde geortet, konnte aber noch nicht geborgen werden. Die Information wurde von der Polizei und der Feuerwehr bestätigt

Die DVI (Disaster Victim Identification), der Opferidentifizierungsdienst der belgischen Bundespolizei, wird nun schnellstmöglich feststellen, ob es sich bei der fünften Leiche tatsächlich um einen weiteren vermissten Bauarbeiter oder um einen zufälligen Passanten handelt.

Wenn ihre Identitäten der Todesopfer bestätigt sind, wird die Rettungsaktion abgeschlossen und das Gelände für das für kommende Nacht vorausgesagte Unwetter gesichert. Danach liegt es an den Bauunternehmen, den entstandenen Schutt zu beseitigen.

Die Opferhilfe wird sich nun um die Familien der Verstorbenen kümmern. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das dritte Todesopfer auch ein portugiesischer Bauarbeiter war. Drei der Todesopfer haben demnach die portugiesische Staatsangehörigkeit, außerdem gibt es ein rumänisches Opfer. 

Es ist noch unklar, wie es zu dem Einsturz des Neubaus kommen konnte. König Philippe und Premierminister Alexander De Croo besuchten heute Nachmittag die Unglücksstelle, um die Rettungskräfte und die Familien der Opfer zu unterstützen.

Der Einsturz der im Bau befindlichen Schule am Freitag forderte also insgesamt fünf Menschenleben. Neun Personen wurden verletzt, ihr Leben ist jedoch nicht mehr in Gefahr.

Nicolas Maeterlinck

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