Nicolas Maeterlinck

Antwerpen: Zweites Todesopfer nach Einsturz eines Neubaus geborgen, 3 Bauarbeiter noch vermisst

Ein zweites Todesopfer wurde samstagfrüh gegen 6 Uhr unter den Trümmern einer im Bau befindlichen Schule in Antwerpen geborgen, die gestern, Freitag, teilweise einstürzte. Drei weitere Bauarbeiter werden noch vermisst. Zuvor war von 4 Vermissten die Rede, was sich aber als Missverständnis herausstellte, berichten die Rettungsdienste. König Philipp wird heute Nachmittag den Ort der Katastrophe besuchen.

Gestern Nachmittag ist die Grundschule Zuidzin im Stadtteil Nieuw Zuid eingestürzt. Das Gebäude befand sich noch im Bau und sollte zu Beginn des neuen Schuljahres im September eröffnet werden. Die genaue Ursache des Einsturzes ist noch nicht bekannt. Es hat bereits mindestens zwei Todesfälle gegeben. Der erste tote Bauarbeiter wurde gestern Abend geborgen, der zweite heute Morgen um 6 Uhr. Die Opfer sind ein portugiesischer und ein rumänischer Bauarbeiter.

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"Um 4 Uhr letzte Nacht wurde das erste Opfer geborgen", sagte Marie De Clercq von der Antwerpener Feuerwehr. "Das ist das Opfer, das bereits gestern von den Einsatzkräften geortet wurde. Gegen 6 Uhr heute Morgen, wurde das zweite Opfer gefunden und ebenfalls geborgen."

Es werden auch noch 3 Bauarbeiter vermisst. Zuvor war von 4 Vermissten die Rede, was sich jedoch als Missverständnis herausstellte. "Die vierte vermisste Person wurde als einer der Verletzten im Krankenhaus identifiziert", meldeten die Rettungsdienste gegen 10.30 Uhr.

Um 1 Uhr in der vergangenen Nacht wurden die Arbeiten vorübergehend eingestellt, um die Suche nach den Vermissten zu erleichtern. "Wir schalteten alle Maschinen aus, damit wir in aller Ruhe hören konnten, ob wir noch Signale von unter den Trümmern bekommen", erklärt De Clercq. "Leider hat das nicht viel gebracht."

Die Chancen, dass die Vermissten noch lebend aus den Trümmern geborgen werden, scheinen gering.  

Inzwischen ist auch die Nationalität der Opfer bekannt. Die beiden geborgenen Toten haben die portugiesische und die rumänische Staatsangehörigkeit. Zwei Portugiesen und ein Russe werden noch vermisst. Unter den Verletzten sind vier Rumänen, zwei Ukrainer, ein Portugiese und zwei weitere, deren Nationalität nicht bestätigt wurde. Von ihnen sind acht schwer verletzt, vier lebensgefährlich. Eine Person hat leichte Verletzungen.

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