Minister Vandenbroucke: "Die Abschaffung des Mund-Nasen-Schutzes ist noch nicht für bald"

Belgiens Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, flämische Sozialdemokraten, Foto), hat in der VRT-Sonntags-Talkshow „De zevende dag“ (dt.: „Der siebte Tag") Fragen von Zuschauern beantwortet. Dort stellte er auch klar, dass die Abschaffung der Maskenpflicht, zum Beispiel in Geschäften oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, noch nicht unmittelbar bevorsteht.

"Das wird ein schrittweiser Prozess sein", sagte Vandenbroucke. "Die Abschaffung des Mund-Nasen-Schutzes überall ist nicht für bald.  Alles hängt davon ab, wann eine ausreichend große Gruppe der Bevölkerung zweimal geimpft worden sein wird." Der Gesundheitsminister will sich deshalb nicht auf ein Datum festlegen. "Das werde ich nicht übereilt entscheiden."

In der gleichen Sendung sagte der Minister, dass mindestens 70 Prozent der Bevölkerung (Kinder mitgerechnet, Herdenimmunität) geimpft sein müssen, um ausreichend gegen die indische Variante, die so genannte Delta-Variante, geschützt zu sein.

Er dämpfte auch den Enthusiasmus für den nächsten Konzertierungsausschuss Mitte Juli, wo weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschlossen werden sollen. Von verschiedenen Politikern wurde dieser bereits als „allerletzter Konzertierungsausschuss" bezeichnet. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir dann nicht eine völlige Lockerung aller Maßnahmen ankündigen können", sagt er. "Dafür muss man schon viel weiter sein, was den vollständigen Impfschutz angeht."

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