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Erstes "Onument" in Flandern: In Kortrijk wird den Opfern des Coronavirus gedacht

In Kortrijk (Prov. Westflandern) ist das erste sogenannten „Onument“ in Flandern eingeweiht worden. Dabei handelt es sich um ein kreisförmig angelegtes Gedenkmonument für die Opfer des Coronavirus. Das „Onument“ ist Teil des „Lange Munte“-Friedhofs in Kortrijk. 

Dieses Gedenkmonument ermöglicht Trauernden ihren Angehörigen oder Freunden und Bekannten zu gedenken, die den Kampf gegen Corona verloren haben. Die Anlage ist ein unterbrochener Kreis, auf dem man sitzen und in Gedanken verharren kann und an dem man auch Blumen hinterlassen darf. Das „O“ von „Onument“ steht für einen Kreis und bildet ein Zeichen der Verbundenheit.

Geschaffen hat diese Anlage der Landschaftsarchitekt Bas Smets, der bereits den Gedenkort für die Opfer der Terroranschläge vom 22. März 2016 auf den Flughafen von Zaventem und die Metrostation Maalbeek im Brüsseler Regierungsviertel im Zonienwald gestaltete. Nach Kortrijk werden weitere dieser „Onumente“ in anderen Regionen in Flandern entstehen.

Stiller Ort des Gedenkens

Smets sagte dazu: „Viele Menschen mussten im vergangenen unter schwierigen Umständen Abschied von Geliebten nehmen, denn sie konnten sie kaum oder gar nicht mehr sehen. Darum waren wir auf der Suche nach einem Platz, an dem Familien zusammenkommen können, um an einem schönen Ort, wie diesem, gedenken und genießen zu können.“

Dieses und weitere „Onumente“ sind eine Initiative des Psychiaters Uus Knops vom Kollektiv „Moving Gloser“. Dieses Kollektiv arbeitet mit Kunst und Kunstwerken an Projekten, die mit Verlust zu tun haben. Die flämische Landesregierung bezuschusst solche Projekte mit 75.000 €, die auch diesem Projekt hier in Kortrijk zur Verfügung standen. An der Einweihung dieses „Onuments“ nahm auch Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) teil. 

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