Privatwirtschaft: Mehr Ganztagsbeschäftigte in Belgien als vor der Coronakrise

Nach einer Erhebung des HR-Dienstleisters Acerta haben inzwischen etwas mehr Beschäftigte in Belgien einen Ganztags-Arbeitsvertrag, als vor der Coronakrise. Aktuell arbeiten 63,7 % aller Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft in unserem Land ganztags. Vor der Krise lag dieser Wert bei 63 %. Dies ist auch der höchste entsprechende Wert seit 4 Jahren. 

Der Personaldienstleister Acerta hatte eine Umfrage bei rund 35.000 Arbeitgebern in der belgischen Privatwirtschaft durchgeführt und dabei dieses doch auffallende Ergebnis feststellen können. Ende 2019, also vor dem Ausbruch der Coronakrise, hatten 63 % aller Beschäftigten in der Privatwirtschaft in Belgien einen Ganztagsvertrag. Vor 4 Jahren lag dieser Wert noch bei 61,4 %.

Aus dieser aktuellen Hochrechnung und anhand von neuen Einsichten geht der HR-Dienstleister davon aus, dass die Privatwirtschaft in Belgien noch bis zu 300.000 weitere Ganztagsstellen schaffen könnte, denn, so Acerta, das Potential sei vorhanden. Sobald die Wirtschaft wieder anziehe, würden sich wieder viele Möglichkeiten aufzeigen: Mehr „kleine“ Jobs und mehr Zeitarbeit…

Dies werde unter anderem möglich, in dem man Teilzeitkräften Ganztagsstellen anbiete. Das könnte z.B. bei 145.000 Beschäftigten möglich sein, die aktuell mit Arbeitsverträgen von weniger als 80 % angestellt sind. Hierbei wiederum könnte mehr Homeoffice bzw. flexiblere Arbeitszeiten ein interessantes Argument bieten, so Acerta.

Inzwischen, so der HR-Dienstleister weiter, sinke der Anteil der Beschäftigten in der Privatwirtschaft, der halbtags oder weniger arbeite, immer weiter. Innerhalb der vergangenen 5 Jahre sei deren Anteil von 14,1 % auf heute 11,4 % gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten, die 80 %-Verträge oder mehr haben, innerhalb von 5 Jahren um 4 % auf jetzt fast 78 %. 

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