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3 Jahre danach: Urteil nach der Explosion eines Wohnhauses in Antwerpen

Am Dienstag ist im Justizpalast von Antwerpen das Urteil gegen den Mieter eines Wohnhauses am Paardenmarkt in der Schelde-Stadt gefallen. Dieses Haus war vor 3 Jahren bei einer Gasexplosion vollständig zerstört worden (Video oben und Fotos unten). Dabei kamen 2 Menschen ums Leben, 27 Personen wurden dabei verletzt und viele Menschen verloren Hab und Gut sowie ihre Wohnung.

Im Januar 2018 zerstörte eine Gasexplosion am Paardenmarkt in Antwerpen ein Haus mit mehreren Wohnungen vollständig. Die beiden Nachbarhäuser wurden ebenfalls zerstört. Der Mieter des Hauses, in dem sich die Gasexplosion ereignete, muss wurde jetzt zu 18 Monaten Haft verurteilt, die Hälfte der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Der Mann hatte das Haus gemietet und darin mehrere Wohnungen eingerichtet. Doch der Zustand des Hauses war schlecht. Sehr oft viel der Strom aus und 2017 gab es ein Problem mit der Gasinstallation und mit einem völlig veralteten Gaszähler. Doch der Mieter bzw. Untervermieter reparierte solche Schäden selbst - auch die Gasleitung, die die Untermieter als fehlerhaft darstellten.

Neben der Haftstrafe und der Bewährung muss der Mieter auch mindestens 2,5 Mio. € Schadensersatz zahlen. Da er dieses Geld nicht aufbringen kann, verurteilte das Antwerpener Gericht dessen Versicherung dazu, die Kosten zu übernehmen. Die Frage lautet jetzt, ob der Angeklagte oder dessen Versicherung gegen dieses Urteil in Berufung gehen.

Der Richter in Antwerpen holte bei der Urteilsverkündung scharf gegen den Angeklagten aus. Dieser sei unvorsichtig gewesen, habe keine Rücksicht auf Menschenleben gehabt und aus reiner Profitgier gehandelt. Mit einer korrekten Reparatur der Gasleitung hätte der Angeklagte die Katastrophe am Paardenmarkt vermeiden können. 

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