BELGA/VAN ACCOM

LKW-Maut sorgt in Flandern für Rekordeinnahmen - Bald wieder höhere Gebühren 

Zwischen April 2020 und März 2021 konnten die flämischen Landesbehörden über die Kilometerabgabe für den Schwerlastverkehr rund 492 Mio. € an Gebühren einnehmen. Das ist ein neuer Rekord und das bedeutet rund 40 Mio. € Mehreinnahmen aus dieser Quelle im Vergleich zum Jahr davor. Die Mauttarife für Flandern und Brüssel steigen ab dem 1. Juli erneut an.

Flandern hatte den Mauttarif für die schwersten Lastwagen letztes Jahr um 2 Eurocent angehoben, was einen Teil dieser Mehreinnahmen erklärt. Diese Tariferhöhung hat auch dafür gesorgt, dass Flandern im Coronajahr, in dem weniger LKW-Verkehr unterwegs war, nicht weniger Einnahmen aus den Mautgebühren generieren konnte. Mit den Einnahmen aus der LKW-Kilometermaut werden in Flandern wichtige Straßenverkehrsprojekte finanziert, wie z.B. Arbeiten am Autobahnviadukt von Gentbrügge an der A12 und an den Antwerpener Schelde- und Verkehrstunneln, um diese sicherer zu gestalten.

„Mehr als die Hälfte der Einnahmen wird von LKW-Unternehmen aus dem Ausland bezahlt“, sagte Johan Schoups von Viapass, der Regierungsbehörde, die die Maut koordiniert, gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad.

Erneut höhere Mautgebühren

Ab dem 1. Juli 2021 gelten in Flandern und Brüssel wieder neue und höhere Lkw-Maut-Tarife, die auf der Webseite von Viapass zu finden sind. Grund für diese Tarifänderung ist eine Anpassung an den Index. Die Tarife gelten für alle belgischen und ausländischen Lastkraftwagen mit einer höchstzulässigen Masse (HzM) von mehr als 3,5 Tonnen und Anhängerfahrzeuge der Kategorie N1 mit Karosseriecode BC. Am 1. Juli werden keine gebührenpflichtigen Mautstraßen hinzukommen. Die Tarife für die Lkw-Maut in der Wallonie sind am 1. Januar indexiert worden.

Der Betrag pro Kilometer auf mautpflichtigen Straßen hängt von drei Faktoren ab: Von der Region, in der sich die Straße befindet, der HzM und der Euro-Emissionsnorm des Fahrzeugs. Die Maut gilt für drei HzM-Kategorien (über 3,5 Tonnen bis 12 Tonnen, über 12 Tonnen bis 32 Tonnen und über 32 Tonnen) und sieben Euro-Normen (von der umweltschädlichsten Euro 0-Norm bis zur umweltfreundlichsten Euro 6-Norm). Je höher die Euronorm des Fahrzeugs und je niedriger seine HzM, desto vorteilhafter der Tarif pro zurückgelegtem Kilometer.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten