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Westflandern und Corona: Ypern und Brügge fehlen die britischen Touristen

Die strengen Corona-Regelungen und -Reisebeschränkungen und nicht zuletzt auch der Brexit sorgen dafür, das auch in diesem Sommer die britischen Touristen aus Westflandern wegbleiben. Normalerweise kommen Reisende aus Großbritannien in Massen hierher, auch wegen der Geschichte des Ersten Weltkriegs auf den Schlachtfeldern in Westflandern. 

Rund ein Viertel aller Übernachtungstouristen in Westflandern in der Nähe der Schlachtfelder aus dem „Großen Krieg“ sind Briten. 2019, im Jahr vor Corona, waren es noch rund 90.000 Gäste aus Großbritannien, die hierher kamen. Letztes Jahr waren es gerade einmal 9.000 britische Touristen.

In Ypern, wo die Lakenhalle mit dem „In Flanders Fields“-Museum und das Menenpoort stehen, Klassiker für die britischen Gäste, ist, wie unser Video (unten) zeigt, nichts los. Hier würden normalerweise zahlreiche britische Touristen unterwegs sein.

Vor einigen Wochen kamen langsam wieder die ersten Buchungen aus Richtung Großbritannien, doch die meisten davon wurden wieder annulliert, denn die Corona-Zahlen auf den Inseln steigen wieder stark an, denn das Land wird von der Delta-Variante eingeholt, die indische Variante des Coronavirus. Und deshalb bleibt Großbritannien für den Rest von Europa weiter eine rote Zone.

Der britische Soldatenfriedhof Tyne Cot Cemetry in Passendale mitten in den westflämischen Schlachtfeldern bleibt seltsam leer. Selbst in Brügge ist die Zahl der Gäste durch das Ausbleiben der Briten dauerhaft gesunken. Touristen aus dem eigenen Land können den wirtschaftlichen Einfluss, den die Briten hier haben, nicht wirklich wettmachen und so zählt der Tourismus in der „Westhoek“ einmal mehr auf nächstes Jahr.

Ypern: Normalerweise ist hier viel los

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