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Brüssel kündigt "Ende der Diesel- und Benzin-Ära" bis 2035 an

Die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt hat einen Zeitplan und eine Roadmap für die Abschaffung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bis 2035 verabschiedet. Der Ausstieg wird nicht für alle Fahrzeugtypen im gleichen Tempo verlaufen. Die Brüsseler Regierung will den Fahrzeuginhabern die Möglichkeit geben, sich auf die schrittweisen Fahrverbote ab 2025 vorzubereiten.

Ab 2030 sollen Dieselfahrzeuge nicht mehr in der Hauptstadtregion fahren dürfen. Fünf Jahre später soll das Aus für Benzinfahrzeuge.  

Mopeds mit Benzinmotoren werden ab 2025 verboten. Ab 2028 gilt das Verbot für benzinbetriebene Motorräder und Quads. 

Das am Donnerstag in erster Lesung von der Brüsseler Regierung verabschiedete Dekret enthält auch Begleitmaßnahmen zugunsten von kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie Carsharing. Bis 2035 sollen insgesamt 22.000 Ladestationen gebaut werden.

Geoffroy LIBERT 2018

Das Ende der Diesel- und Benzinfahrzeugära in Brüssel soll Hand in Hand gehen mit einer massiven Investition in den öffentlichen Nahverkehr. Neue Linien und eine höhere Frequenz von Bussen, Trams und Metro sind u. a. vorgesehen. Es soll auch Anreize zugunsten des Kaufs von Elektrofahrzeugen. Haushalte sollen außerdem ermuntert werden, das private Auto aufzugeben und auf Carsharing und/oder öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. 

"Brüssel investiert massiv in Möglichkeiten, private Autos zu ersetzen", sagte die Brüsseler Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) gegenüber VRT NWS. "Zunächst einmal der öffentliche Nahverkehr: Allein im Jahr 2020 haben wir eine Milliarde Euro in die MIVB investiert, um den Einwohnern der Hauptstadt ein besser zugängliches, verfeinertes öffentliches Verkehrsnetz mit höheren Frequenzen und mehr Komfort zu bieten." Die Regionalregierung investiert auch in eine bessere Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger.

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