Ab 1. Juli: Brüsseler können sich ohne Termin impfen lassen

Ab dem 1. Juli kann sich jeder Brüsseler ab 16 Jahren mit oder ohne Termin in einem der zehn Impfzentren in der Region Brüssel-Hauptstadt impfen lassen. Die Impfraten in Brüssel müssen dringend erhöht werden, um die Bevölkerung vor neuen Virusstämmen zu schützen. 

Was die Impfbereitschaft angeht, liegt Brüssel weit hinter den anderen Regionen zurück. Nur 52 Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben mindestens eine Impfung erhalten, verglichen mit 77 Prozent in Flandern. “Aber es bleibt unser Ziel, bis zum 15. Juli 70 Prozent Erstimpfungen zu erreichen. Brüssel hat eine junge Bevölkerung und deren Impfbereitschaft ist geringer als die der älteren Menschen. Das ist also definitiv eine Herausforderung. Aber die Impfstoffe sind da, die Zentren sind da, und die Kapazität ist da. Es liegt also nur an den Leuten, zu kommen", erklärt Inge Neven, verantwortlich für das Corona-Management in der Hauptstadt, die Strategie.  

Ab dem 1. Juli können alle Einwohner ab 16 Jahren jedes beliebige Impfzentrum aufsuchen, mit oder ohne Termin: "Wir wollen es den Leuten sehr einfach machen, eine Spritze zu bekommen", sagt Neven. "Wir sehen, dass die jungen Leute sich spontan entscheiden und wollen ihnen die Chance geben, auch wenn sie keinen Termin vereinbart haben.”  

Sprint einsetzen

In den letzten Wochen wurde diese Strategie bereits in verschiedenen Brüsseler Impfzentren mit Erfolg getestet. 

Mit diesem Sprint im Juli versucht Brüssel das Rennen gegen die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus zu gewinnen. "In einer Großstadt wie Brüssel wird viel gereist", erklärt Neven: "Letzte Woche sind 1.700 Personen aus sogenannten countries of concern (Länder mit vielen Infektionen, Anm. d. Red.) eingereist. … Wir sind wirklich überzeugt, dass wir eine vierte Welle vermeiden können, wenn die Menschen geschützt werden." 

Auch nach dem 15. Juli kann man sich in Brüssel noch ohne Termin impfen lassen, betont Neven, aber dann nicht mehr in jedem beliebigen Impfzentrum.

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