ROBIN UTRECHT

Flamen, die zum ersten Impftermin nicht erschienen sind, bekommen ab 30. Juni zweite Chance

220.000 Flamen sind zum ersten Impftermin nicht erschienen. Sie bekommen von der flämischen Gesundheitsbehörde, der Agentschap voor zorg en gezondheid, eine zweite Chance ab dem 30. Juni. Das hat die Behörde auf ihrer wöchentlichen Pressekonferenz bekanntgegeben. 

Ab dem 30. Juni können diese Personen sich über QVAX (das Reservelistensystem) für einen neuen Impftermin anmelden. Später erhalten sie noch eine Einladung per Post. 

Auch Personen, die ausdrücklich angegeben haben, dass sie den Impfstoff nicht erhalten möchten (80.000 Flamen), erhalten ab dem 30. Juni eine zweite Chance. Sie müssen sich jedoch zunächst bei QVAX registrieren. 

Bis 2. August sollen 82 % der erwachsenen Flamen voll geimpft sein

In der Zwischenzeit läuft die Impfkampagne in Flandern wie am Schnürchen. Derzeit sind fast 77 % der erwachsenen flämischen Bevölkerung mindestens einmal geimpft worden. Von der gesamten flämischen Bevölkerung haben 62 % mindestens eine Dosis erhalten. Mit diesen Zahlen liegt Flandern in Europa direkt hinter Island und dem Vereinigten Königreich. 

Der flämische Gesundheitsminister Wouter Beke (CD&V) setzt alles daran, dass alle erwachsenen Flamen bis zum 11. Juli, Flanderns Nationalfeiertag, eine Einladung zur ersten Impfung erhalten haben. Optimistisch ist Beke u. a., weil das Pharmaunternehmen Janssen (Johnson & Johnson) Anfang Juli mehr Impfstoffe liefern wird als ursprünglich vereinbart.    

Ab dem 12. Juli wird die überwiegende Mehrheit der zu erwartenden Impfstoffe als zweite Dosis verabreicht werden. Auf diese Weise hofft die Behörde, bis zum 2. August 82 % der erwachsenen Flamen vollständig geimpft zu haben.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten