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Ungarns Botschafter in Belgien verteidigt Anti-Homo und Transsexuellengesetz seines Landes

Der ungarische Botschafter in Belgien, Tamás Iván Kovács, war am Sonntag im TV-Magazin "De zevende dag" von VRT News zu Gast. Ein ungarisches Gesetz, dass Gespräche über LGBTQI+-Themen vor Kinder verbietet (es sei denn, man ist ein Elternteil des Kindes), hat in ganz Europa ein Entrüstung ausgelöst. 

Der belgische Premierminister Alexander De Croo (flämische Liberale) nannte das Gesetz "rückständig". Botschafter Kovács behauptet im öffentlich-rechtlichen VRT-Fernsehen jedoch, dass das Gesetz "die sexuelle Orientierung von niemandem gefährdet".     

Nach dem neuen Gesetz darf Minderjährigen kein Bild von Homosexualität oder Geschlechtsumwandlung mehr gezeigt werden. Es gibt Einschränkungen für Werbung und Fernsehsendungen, in denen Homosexualität dargestellt oder diskutiert wird, und Lehrer dürfen nicht mehr für Homosexualität "werben". 

Im Video (oben) ist das Interview mit dem ungarischen Botschafter (auf Englisch) in voller Länge zu sehen. 

Die belgische Ministerin für öffentliche Unternehmen, Petra De Sutter (flämische Grünenpartei), widersprach dem Botschafter im Fernsehen: “Ich bekomme viele Reaktionen von Leuten, die sehr besorgt sind. Sie werden jetzt an den Rand gedrängt und könnten bald kriminalisiert werden." Die 58 Jahre alte Grüne ist übrigens die erste Trans-Person weltweit, die ein Ministeramt ausübt. 

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