Erster belgischer Etappensieg bei der Tour de France: Tim Merlier gewinnt in Pontivy

Der belgische Radprofi Tim Merlier (Alpecin-Fenix) hat am Montag die 3. Etappe der Tour de France gewonnen. Merlier gewann den Sprint in einer turbulenten und einmal mehr von Stürzen geprägten Etappe, die von Lorient über 182,9 km nach Pontivy führte.

Tim Merlier bewies noch einmal, dass er zu den schnellsten Männern im Peloton gehört. Melier kam als erster ins Ziel und ließ seinen Landsmann und Teamkollegen Jasper Phillipsen sowie den Franzosen Nacer Bouhanni (Arkéa - Samsic) und die beiden Italiener Davide Ballerini (Deceuninck-Quick Step) und Sonny Cobrelli (Bahrain Victorious) hinter sich.

Doch dieser Sieg kann nicht darüber hinwegtrösten, dass einige Stürze dafür sorgten, dass Favoriten Zeit verloren oder sich verletzten. In jedem Fall ist das Klassement gehörig durchgeschüttelt worden.

Z.B. kamen Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und Tadej Pogacar (UAE) zu Fall und verloren wichtige Sekunden und Minuten. Zudem kamen Caleb Ewan (Lotto-Soudal) und Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) in der letzten Kurve vor der Ziellinie zu Fall. Möglicherweise muss Ewan vom belgischen Lotto-Soudal-Team aufgeben. Zuvor stürzten auch Geraint Thomas (Ineos) und Robert Gesink (Jumbo-Visma). Letzterer verlässt die Tour schon.

Am Ende sprintete eine etwa 20-köpfige Gruppe in Pontivy um den Etappensieg, bei dem Mathieu van der Poel, Jonas Rickaert und Jasper Philipsen wertvolle Schützenhilfe für ihren Alpecin-Kollegen Tim Merlier leisteten. Er gewann problemlos. Doch hinter ihm krachte es und die Tour sieht etwas anders aus. Der Niederländer Mathieu van der Poel bleibt nach seinem Etappensieg am Sonntag im Gelben Trikot vor Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step). Bester Belgier ist Wout van Aert (Jumbo-Visma) auf Rang 4 mit 31 Sek. Rückstand. 

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Philippe LOPEZ

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