Mord auf offener Straße in Evere: Blutflecken überführen den zweiten Verdächtigen

Offenbar ist der Mörder der 36 Jahre alten Frau, die Ende Mai im Brüsseler Stadtteil Evere auf offener Straße erstochen wurde, überführt. Auf dem Sweatshirt des zweiten in diesem Fall festgenommenen Verdächtigen wurde Blut entdeckt, das mit dem des Opfers übereinstimmt. Inzwischen wurde die Untersuchungshaft für den Verdächtigen verlängert und es wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

Ende Mai war die 36 Jahre alte Frau auf offener Straße in Evere erstochen worden, während sie mit ihrem erst zwei Monate alten Baby im Kinderwagen spazieren ging. Sie erlitt mehrere Stichverletzungen und starb kurze Zeit später in einem Brüsseler Krankenhaus.

Kurz danach nahm die Polizei einen verwirrten 21-Jährigen fest, der eine blutige Schere bei sich hatte. Doch dieser junge Mann litt an psychischen Störungen und hatte sich offenbar mit dieser Schere selbst verletzt. Er wurde nach einigen Tagen wieder freigelassen.

Einige Tage später nahm die Brüsseler Polizei eine zweite Person in Zusammenhang mit dem Mord in Evere fest. Ihn hatten Zeugen erkannt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden ein Sweatshirt und ein Messer entdeckt, auf denen Blut zu erkennen war. Nach kriminaltechnischer Untersuchung wurde deutlich, dass dieses Blut mit dem des Opfers übereinstimmt.

Der Verdächtige, ein Mann mit einer schweren Psychose, hatte gegen seine Festnahme Einspruch erhoben, doch dem wurde nicht stattgegeben. Die Beweise gegen ihn seien zu deutlich, so die Begründung. Der Mann wurde in die psychiatrische Abteilung eines Gefängnisses eingewiesen und muss weiter psychologisch untersucht werden. Offenbar verweigert er jede Zusammenarbeit mit der Justiz und schweigt zu den Vorwürfen. 

Der Tatort (in rot eingezeichnet) in Evere

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