Bilzen und Hoeselt: Eine weitere Gemeindefusion in der flämischen Provinz Limburg

Am Montagabend haben die Gemeinderäte von Bilzen und Hoeselt in der Provinz Limburg jeweils einstimmig der Fusion der beiden Gemeinden zugestimmt. Im Prinzip bedeutet das, dass aus diesen beiden Ortschaften am 1. Januar 2025 eine neuen Gemeinde entsteht.

Bis 2023 sollen die Gemeinderäte von Bilzen und Hoeselt definitiv die geplante Fusion beschließen. Der Beschluss von Montagabend ist erst einmal eine prinzipielle Entscheidung. Ist dieser Beschluss auf kommunaler Ebene definitiv gefallen, muss dieser der flämischen Landesregierung vorgelegt werden.

Nach der vollzogenen Fusion wird daraus eine Gemeinde mit rund 43.300 Einwohnern und einer Fläche von 106 km². Ein neuer Name für diese neue Kommune muss aber noch gefunden werden. Dies wird dann theoretisch die viertgrößte Gemeinde in der Provinz Limburg und auf Landesebene belegt sie nach der Fusion in der Größe den 21. Rang.

Das wird eine Fusion von zwei homogenen Gemeinschaften und auch von 23 Dörfern und Teilgemeinden.“

Johan Sauwens, Bürgermeister von Bilzen

Johan Sauwens (CD&V), der Bürgermeister von Bilzen, sieht „eine Fusion von zwei homogenen Gemeinschaften und auch von 23 Dörfern und Teilgemeinden. Wir werden das ruhig angehen und in aller Offenheit mit unseren Gemeinderatsmitgliedern, unseren Beamten und mit der Bevölkerung.“ 

Wir wollen eine gute Dienstleistung für unsere Einwohner und dass gelingt nur, wenn wir unsere Kräfte bündeln.“

Werner Raskin, Bürgermeister von Hoeselt

Werner Raskin (Open VLD), der Bürgermeister von Hoeselt, ist der Ansicht, dass die Einwohner der beiden Gemeinden den Nutzen dieser Fusion einsehen und verstehen werden: „Wir wollen eine gute Dienstleistung für unsere Einwohner und dass gelingt nur, wenn wir unsere Kräfte bündeln.“

Flandern Landesminister für innere Angelegenheiten, Bart Somers (Open VLD) begrüßt diese Vorentscheidung und gibt zu verstehen, dass die Landesregierung schon jetzt hinter diesem Vorhaben stehe: „Ich habe viel Respekt davor, dass sie den Mut haben, um dies zu machen. Innerhalb Flanderns haben wir zu viele Gemeinden und mit dieser Fusion weisen wir ihnen den Weg.“ Um diese Fusion zu vollziehen, können sie mit einer Förderung von 21 Mio. € aus der flämischen Landeskasse rechnen. 

Zurückhaltung in Riemst

Eigentlich wollten Bilzen und Hoeselt auch die Nachbargemeinde Riemst in diese Fusion mit einbeziehen, doch hier hält sich Bürgermeister Mark Vos van Riemst (CD&V) noch zurück. Die Grünen (Groen) im Gemeinderat von Riemst rufen dazu auf, sich dieser Fusion nicht zu verschließen und bitten Bilzen und Hoeselt „die Türe für Riemst doch bitte offen zu lassen…“ Schon jetzt bilden Bilzen, Hoeselt und Riemst eine gemeinsame Polizeizone. 

Das Rathaus von Hoeselt
Werner Raskin (Hoeselt), Bart Somers (Landesinnenminister) und Johan Sauwens (Bilzen)
Radio 2

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