Nach dem Fall Chovanec: Das Komitee P kritisiert die Flughafenpolizei scharf

Das Komitee P, dass für die parlamentarische Kontrolle der Polizei- und Sicherheitsdienste zuständig ist, konstatierte, dass bei der Flughafenpolizei „bis vor kurzem ein großes Problem mit den Führungskräften“ und „total keine Integritätspolitik“ vorlag. Im Untersuchungsbericht nach dem Tod des Slowaken Jozef Chovanec in einer Zelle der Flughafenpolizei von Charleroi vor 3 Jahren ist die Kritik des Komitee P an der Flughafenpolizei besonders scharf.  

Die Kritik betrifft in erster Linie die Art der polizeilichen Intervention gegen den Slowaken Chovanec, doch auch die Tatsache, dass bei der Führung der Flughafenpolizei niemand von dem Vorfall wusste und dass die, die es wussten, sich offenbar der Schwere der Fakten nicht bewusst waren, sorgte bei den Ausschussmitgliedern für Kopfschütteln.

Schon in einem ersten Bericht dieses Kontrollausschusses wurde Kritik laut. Hier wurde festgestellt, dass bei niemandem innerhalb der Hierarchie bei der Flughafenpolizei die Alarmglocken geklingelt hatten, auch nicht angesichts des Ernstes der Angelegenheit.

Genau dadurch sei die entsprechende Information auch nicht bis zur Führung durchgedrungen, bzw. zu den Personen, die so etwas zu wissen haben.

Von "unterschiedlicher Sprache" und einem "frischen Wind"

Schon seinerzeit wurde deutlich, dass bei der Flughafenpolizei „auf den verschiedenen Ebenen eine unterschiedliche Sprache gesprochen wurde.“ Die Polizeibeamten hätten nicht wirklich gewusst, an wen sie sich mit ihren Fragen wenden könnten.

Inzwischen aber, so Kathleen Stickens vom Komitee P gegenüber VRT NWS, „weht aber ein frischer Wind bei den Einheiten der Flughafenpolizei, seit ein neuer Direktor eingesetzt wurde.“ Dieser habe sich den Problemen angenommen.

Schon jetzt arbeitet das Komitee P an einem weiteren Bericht zur Flughafenpolizei, der dem parlamentarischen Ausschuss für Inneres in 9 Monaten vorgelegt werden soll.   

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