Höhere Kosten für Webshopping, neue Sozialleistungen, Corona-Zertifikat: Das ändert sich ab 1. Juli

Ab dem 1. Juli ist das Corona-Zertifikat europaweit gültig, werden Einkäufe in Webshops von außerhalb der Europäischen Union teurer, sinkt das Jahresabo für Studierende bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Brüssel auf 12 Euro und werden verschiedene Sozialleistungen angehoben. 

EU-Corona-Zertifikat

In Belgien ist das Corona-Zertifikat bereits seit Mitte Juni erhältlich, aber erst seit dem 1. Juli ist es in allen EU-Ländern gültig. Alle Personen, die älter als sechs Jahre sind, brauchen ein EU-Corona-Zertifikat, um problemlos in der Europäischen Union reisen zu können. Das Zertifikat in Form eines QR-Codes bescheinigt, das eine Person geimpft, getestet oder geheilt ist.  

Es kann kostenlos über die CovidSafeBE-App heruntergeladen, als PDF gespeichert oder auf Papier ausgedruckt werden.  

Preisobergrenze für PCR-Tests

Ab dem 1. Juli dürfen PCR-Tests für Covid-19 maximal 55 € statt bisher 70 € und Antigen-Schnelltests maximal 120 € kosten. Diese Regelung gilt für Juli, August und September. 

PCR-Tests bleiben in bestimmten Fällen kostenlos, z. B.  wenn eine Person Symptome entwickelt, nach einem Hochrisikokontakt oder nach der Rückkehr aus einer roten Zone.  

Darüber hinaus hat die belgische Regierung beschlossen, dass Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren im Sommer zwei kostenlose PCR-Tests erhalten, ebenso wie Erwachsene, die noch nicht die Möglichkeit hatten, sich vollständig impfen zu lassen. Den Code gibt’s auf der Plattform meinegesundheit.be.  

Neue Mehrwertsteuerregeln für Nicht-EU-Webshops

In der Europäischen Union sind neue Mehrwertsteuerregeln für den grenzüberschreitenden E-Commerce in Kraft getreten.  

Die Mehrwertsteuerbefreiung für den Import von Päckchen bis zu einem Wert von 22 € wird abgeschafft. Für Verbraucher, die bei einem Nicht-EU-Webshop kaufen, besteht ein klarer Anreiz, bei einem registrierten Webshop zu kaufen, da dieser dann die Mehrwertsteuer und die Einfuhrabgaben zahlt. 

Erhöhung verschiedener Sozialleistungen

Ab dem 1. Juli werden mehrere Sozialleistungen (Renten, Arbeitslosen-, Kranken- und Invaliditätsleistungen) als Ergebnis einer Mitte April von den Sozialpartnern erzielten Vereinbarung erhöht. Die Regierung hat dafür ein Budget von 700 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre bereitgestellt. 

Insbesondere werden die Mindestleistungen für Vollarbeitslose erhöht: um 2 % für Zusammenwohnende, um 2,4 % für Alleinstehende und 3,5 % für Haushaltsvorstände.  Ebenso werden die Mindestleistungen bei vorübergehender Arbeitslosigkeit um 3,5 % erhöht. Die Mindestrenten steigen um 2 %.  

Die Mindestleistungen der Kranken- und Invaliditätsversicherung werden um 2,5 % für Arbeitnehmer (Haushaltsvorstand) und um 2 % für alle anderen Kategorien erhöht. Die Mindestleistungen für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten steigen um 2 %. 

Jahresabo Brüsseler Verkehrsbetriebe für Studierende: nur noch 12 Euro

Ab dem 1. Juli kostet das Jahresabo statt 50 Euro nur noch 12 Euro für Studierende. Diese Maßnahme der Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt wurde zugunsten aller 12- bis 24-Jährigen getroffen. Konkret zahlt eine Familie für das Abo für das erste Kind und zweite Kind je 12 Euro. Für das dritte Kind und alle weiteren ist das MIVB-Abo kostenlos.  

Wer ein BRUPASS-Abo braucht, das ebenfalls Zugang zu den flämischen und wallonischen Verkehrsbetrieben von De Lijn und TEC sowie zum Netz der belgischen Bahn gewährt, zahlt ab dem 1. Februar 2022 nur noch 52 Euro statt 90 Euro für das erste und zweite Kind. Für jedes weitere Kind betragen die Abokosten nur noch 40 Euro. 

Außerdem können ab dem 1. Februar 2022 alle Brüsseler im Alter von 18 bis 24 Jahren, die keine Studenten sind, von einer MIVB-Jahreskarte zum Preis von 12 € statt 499,00 € profitieren. 

MIVB

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