Flandern erstattet Viehzüchtern Investitionen in den Wolfsschutz vollständig zurück

Flämische Landwirte, die Kühe, Rinder, Schafe, Pferde oder anderes Vieh zückten und halten, bekommen in Zukunft ihre Investitionen in einen Schutz gegen Wölfe von der Landesregierung vollständig zurückerstattet. Dies teile Landesagrarministerin Hilde Crevits (CD&V) am Montag mit.

Bisher erstattete die flämische Landesregierung den Landwirten und Viehzüchtern nur 30 % der Baukosten für z.B. Zäune, um die Wölfe von ihre Tieren abzuhalten.

Jetzt hofft Landwirtschaftsministerin Crevits, dass mehr Betroffene dieses Angebot nutzen: „Es ist nicht die Schuld der Bauern, wenn ein Wolf Schaden anrichtet. Darum haben wir beschlossen, dass den Landwirten 100 % Förderung gegeben wird, wenn sie ihre Wiesen und Weiden mit Zäunen sichern.“ 

Bisher wurden in Flandern Hobby-Viehzüchter mit 80 % Erstattung von Schutzmaßnahmen gegen Wölfe unterstützt, doch professionelle Landwirte bekamen nur 30 % ihrer Unkosten von der Landesregierung zurück. Diese Schieflage ist rückwirkend seit dem 1. Juli zurechtgebogen worden.

Aber, nur Landwirte, die in Regionen tätig sind, in denen Wölfe ihre Reviere haben, können von der neuen Maßnahme profitieren. Momentan betrifft dies 21 Gemeinden in den Regionen Nord- und Mitten-Limburg sowie in den Antwerpener Kempen (Illustration unten). Die flämische Landesagentur für Natur und Wald beobachtet die Wolfsbewegungen und -reviere genau und passt die betroffenen Gemeinden, wenn nötig, alle 3 Monate neu an. 

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