Hungerstreik in Brüssel: Illegale Einwanderer sperren sich in besetzter Kirche ein und verweigern jede Hilfe

Die Lage um die illegalen Einwanderer, die in zwei Brüsseler Unigebäuden und in einer Kirche seit rund einem Monat mit einem Hungerstreik eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Belgien erreichen wollen, eskaliert. Rund 200 der etwa 400 Einwanderer haben sich in der Brüsseler Beginenkirche eingesperrt und lehnen jegliche Hilfe von außen ab. 

Diese Verzweiflungstat erfolgte, nach dem Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) einen Brief der hungerstreikenden Einwanderer, die über keine Papiere verfügen, nicht zu deren Zufriedenheit beantwortete.

Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Sammy Mahdi (CD&V) lehnt eine kollektiv erteilte Aufenthaltserlaubnis für diese Menschen ab und Premier De Croo sollte hier vermitteln, doch dieser verwies auf die Zuständigkeit von Staatssekretär Mahdi.

Daraufhin sperren sich die etwa 200 Flüchtlinge, die sich in der Brüsseler Beginenkirche aufhalten, kurzerhand ein und verweigern jegliche Hilfe. Zwar hoffen die „Ärzte der Welt“, einen ihrer Vertreter in die Kirche zu bekommen, doch bisher waren alle Versuche in diese Richtung erfolglos.

Asyl-Staatssekretär Mahdi will sich den Forderungen der hungerstreikenden Einwanderer nicht beugen und verweist weiterhin auf die in Belgien möglichen legalen Wege zur Einwanderung.

Mahdi ist überdies der Ansicht, dass sich ein demokratischer Staat auf eine solche Art und Weise nicht erpressen lassen dürfe. Beobachter warnen jedoch vor den Auswirkungen dieser gegenseitigen Härte und befürchten, dass es hier auch Tote geben könne. 

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