Virologe Steven Van Gucht: "Nach Sommer und Herbst ist das Schlimmste vorbei"

Nach Ansicht des Virologen Steven Van Gucht (Foto), der Leiter des staatlichen wissenschaftlichen Gesundheitsamtes Sciensano, wird der Sommer 2021 auch kein normaler Sommer und auch für den Herbst kündigt sich noch eine schwierige Zeit an. Dies sagte Van Gucht am Dienstagabend in den VRT-Fernsehnachrichten „Het Journaal“.

Aktuell steigen die Corona-Zahlen in Belgien im Bereich der neuen Ansteckungen mit Covid-19 leicht und die Delta-Variante rückt weiter vor. Inzwischen habe sie in etwa die Hälfte aller neuen Infizierungen erreicht, so Van Gucht, doch der Virologe von der Löwener Universität (KU Leuven) geht davon aus, dass bis zum Jahresende das Schlimmste vorüber ist: „Wenn wir den Sommer und den Herbst hinter uns haben, dann ist das Schlimmste vorbei.“

Van Gucht hofft, dass es nicht mehr zu strengen Corona-Maßnahmen kommen muss, wenn sich nach den Sommerferien eine 4. Corona-Welle zeigt: „Ich denke nicht, dass das nötig ist.“

Er erinnerte dabei an die Corona-Protokolle, die aktuell noch angewendet werden (müssen): „Wir haben noch recht viele Maßnahmen, wie das Tragen von Mundmasken und die Gastronomie-Protokolle zum Beispiel. Wir müssen die bestehenden Auflagen behalten und weder zu schnell, noch zu viel gleichzeitig lockern und wir müssen so viel wie möglich impfen. Nur so können wir eine neue Welle eindämmen. Wir müssen weiter Fahrt in unserer Impfkampagne aufnehmen.“ 

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