foto Peter Hilz (C)

Häuserpreise in Flandern schießen in nur sechs Monaten um 5,1 % in die Höhe

Die Zahlen des Vereins der belgischen Notare geben an, dass die Wohnungs- und Häuserpreise in Belgien und in Flandern unaufhaltsam steigen. In Flandern haben die Häuserpreise in den ersten sechs Monaten um über 5 % zugelegt.  Die Preise für Wohnungen sind um 4,6 % gestiegen. 

Bart Van Opstal vom Notarverein weist auf eine anhaltend starke Nachfrage bei den vielen potenziellen Käufern hin. Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl der Käufe um fast 17 % gestiegen.  

Gefragt sind vor allem Häuser in mittelgroßen Städten. Auch Wohnungen finden reißenden Absatz.  Die Nachfrage kommt sowohl von jungen Leuten, die von den niedrigen Zinsen profitieren wollen, als auch von Anlegern. 

Laut Van Opstal haben Investoren ein Auge auf Wohnungen und insbesondere auf Neubauten mit zwei Schlafzimmern geworfen. Studios und 1-Zimmer-Wohnungen haben es schwerer, da immer mehr Menschen die Möglichkeit in Betracht ziehen, von zu Hause aus zu arbeiten und Platz benötigen.  

Obwohl Flandern den Wohnbonus (besonders günstige Zinsen) abgeschafft hat, hält der Rush auf die Eigentumswohnungen an. 

In Flandern kostet ein Haus im Schnitt 322.274 Euro

In Flandern sind Häuser in der ersten Jahreshälfte 2021 im Schnitt um 5,1 Prozent teurer geworden als im Jahr 2020. Berücksichtigt man die Inflation von 1,3 Prozent, ergibt sich eine reale Preissteigerung von 3,8 Prozent. Der Durchschnittspreis für ein Haus in Flandern beträgt 322.274 Euro. Die Preise für Wohnungen in Flandern sind um 4,6 Prozent auf im Schnitt 259.340 Euro gestiegen (real ein Anstieg von 3,3 Prozent). 

Junge Leute haben immer mehr Probleme, sich eine Eigentumswohnung anzuschaffen.  Vor fünf Jahren waren 26,8 Prozent der Käufer jünger als 30 Jahr.  Heute ist ihr Anteil auf 24,2 Prozent gesunken.  Die Altersgruppe der 31- bis 50-Jährigen kauft mehr Immobilien als noch vor fünf Jahren. 

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