Partyreisen in Spanien: Weitere Jugendliche auf dem Rückweg - Auch positiv Getestete auf Eigeninitiative mit Flugzeugen

Derzeit sind weitere Reisebusse mit Jugendlichen aus Belgien unterwegs, wie aus Spanien kommen. Diese Jugendlichen waren nach dem Ende des Schuljahres mit zwei auf solche Reisen spezialisierten Unternehmen zu Partyreisen an die Costa Brava (Lloret de Mar, Calella) aufgebrochen, doch dort haben sich nicht wenige von ihnen mit Corona angesteckt. Jetzt wurden alle Urlaube abgebrochen. Offenbar sind aber einige der Betroffenen trotz positivem Corona-Test auf eigene Faust und mit dem Flugzeug unterwegs.

Wenn die Jugendlichen, die mit speziell ausgestatteten Reisebussen quasi ohne Halt quer durch Frankreich (mit Sonderzulassung) fuhren und fahren, in Belgien angekommen sind, müssen sie sich PCR-Tests unterziehen. Bis zu 100 mit Corona infizierte Jugendliche müssen in Spanien bleiben, wo sie in Quarantäne gehen mussten. Dutzende infizierte Jugendliche sind bereits zurück in Belgien und befinden sich ebenfalls in Quarantäne. 

Entgegen allen Abmachungen und Vorkehrungen sollen etwa 20 Jugendliche trotz positivem Corona-Schnelltest auf eigene Faust und mit dem Flugzeug nach Belgien gereist sein oder noch reisen wollen. Flanderns Landesgesundheitsminister Wouter Beke (CD&V) kündigte an, dass die sich Betroffenen melden und in Quarantäne gehen müssen. Mit diesen Fällen wird sich unter Umständen auch die Justiz befassen.

Das einige Eltern ihren mit Corona infizierten Kindern Flugtickets beschaffen oder bereits beschafft haben, ärgert auch die Reisebüros, die diese Partyreisen organisieren und die jetzt auch mithilfe der Behörden die Repatriierung der gesunden und der infizierten Jugendlichen in die Wege leiten. In Belgien sind dies u.a. die Gesellschaften „Summer Bash“ und „Jongerentravel“, die gehörig unter Druck stehen.  Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) ist in dieser Angelegenheit ziemlich ungehalten und kündigte zuletzt an, dass die Sache Folgen haben werde. 

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