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Flanderns Ministerpräsident Jambon will den Corona-Pass auch bei kleineren Veranstaltungen nutzen

Ministerpräsident Jambon (N-VA) schlägt vor, dass der Corona-Pass nicht nur bei Massenveranstaltungen zur Anwendung kommen soll, sondern auch bei kleineren und kleinen Events. Jambon sagte dies gegenüber VRT NWS im Rahmen eines Gesprächs zum 11. Juli, zum flämischen Feiertag. Am Freitag, den 16. Juli, findet eine neue Corona-Konzertierung der verschiedenen Regierungsebenen in Belgien statt, bei dem einige wichtige Themen auf der Tagesordnung stehen. 

Aktuell soll der Corona-Pass nur bei Großveranstaltung zur Geltung kommen, z.B. im August beim Pukkelpop-Festival in Hasselt. Bei diesem viertägigen Rock- und Popfestival sollen täglich zwischen 60.000 und 66.000 Besucher auf das Gelände mit mehreren Bühnen und Zeltbühnen gelassen werden.

Dabei, so Jambon, könnte der Corona-Pass seinen Nutzen beweisen, gerade damit dieses Festival stattfinden können und, so der Ministerpräsident weiter: „Ich würde sagen, lieber so vorgehen, als kleinere Veranstaltungen und Festivals zu verbieten.“

Mit diesem Pass sollen das Publikum beweisen, ob man entweder seit mindestens 2 Wochen vollständig geimpft ist oder ob man erst kürzlich einen negativen PCR-Test gemacht hat. Ab dem 13. August ist dieser Corona-Pass, auch „Covid Safe Ticket“ genannt, bei Massenveranstaltungen in Belgien verpflichtet.

 (Lesen Sie bitte unter den beiden Videos weiter - Hier wird gezeigt, wie es zu normalen Zeiten bei Pukkelpop zugeht, auch beim Einlass)

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Am kommenden Freitag kommen die Regierungschefs und die Gesundheitsminister aus Bund, Ländern und Regionen in Belgien zu ihrer nächsten Corona-Konzertierung zusammen, um dabei solche Themen zu besprechen. Dabei wird wohl auch definitiv besprochen, ob Pukkelpop überhaupt stattfinden kann und darf, denn auch in Belgien steigen die Corona-Ansteckungszahlen durch die Reiseaktivitäten wieder an.

Auf der Tagesordnung steht auch die Frage, ob die Sperrstunde für die Gastronomie ganz fallen kann (diese gilt aktuell bis 1 Uhr nachts) oder ob es bei weiter steigenden Ansteckungszahlen auch wieder zu strengeren Corona-Maßnahmen kommen muss, bzw. ob überhaupt Spielraum vorhanden ist, um weiter zu lockern.  

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