Informatikdienstleister aus Antwerpen zahlt Hackern Lösegeld für die Freigabe seiner Daten

Das Informatik-Dienstleistungsunternehmen ITxx hat seine Daten nach einem Hackerangriff mit einem Lösegeld freigekauft. ITxx zahlte nach eigenen Angaben rund 252.000 € in Bitcoins, um seine eigenen Daten und die von rund 60 Kunden freizukaufen. Man habe keine andere Wahl gehabt, so das Unternehmen.

„Wir sind letzte Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gehackt worden“, sagte ITxx-Geschäftsführer Philippe Van Cauwenbergh dazu gegenüber VRT NWS: „Freitagmorgen erwies sich, dass wir nicht mehr in unsere Systeme reinkamen und das unsere Daten verschwunden waren. Dann bekamen wir einen Bericht von Conti, dass wir gehackt wurden. Das ist eine der größten cyberkriminellen Organisationen.“

Man habe danach eine Woche lang verhandelt, so Van Couwenbergh: „Kurz haben wir daran gedacht, zumindest Zugriff auf unsere Backups zu bekommen, doch das gelang nicht. Auch die waren verschlüsselt. Letztendlich mussten wir dazu übergehen, Lösegeld zu zahlen, um unsere Daten und die unserer Kunden zurückzubekommen.“

ITxx hatte zu diesem Hackerangriff nichts kommuniziert, denn nach eigenen Angaben ging alles sehr schnell. Zunächst habe Conti 1,5 Mio. Dollar gefordert, doch nach intensiven Verhandlungen einigte man sich auf 300.000 Dollar (rund 252.000 €), die in Bitcoins überwiesen wurden.

Inzwischen hat ITxx sein gesamtes IT-System erneuert. Mithilfe von zwei spezialisierten Unternehmen konnten letztendlich alle Daten über einen von Conti kommenden Schlüsselcode freibekommen. Forensische Untersuchungen haben zudem ergeben, so ITxx-Geschäftsführer Van Couwenbergh, dass keine Daten geleckt sind. Mehrere Zeitarbeitsfirmen und Dienstleistungsscheck-Unternehmen waren von dem Hackerangriff betroffen und hatten rund eine Woche lang keinen Zugriff auf ihre IT-Systeme.

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