Alken, Provinz Limburg

Viele Notfälle in Limburg, Autobahnkreuz Lummen überschwemmt, Lage ernst in Flämisch-Brabant

Bei der Feuerwehr im Südwesten der Provinz Limburg sind bereits mehr als 200 Anrufe eingegangen, um Hilfe wegen Überschwemmungen anzufragen. In Hasselt und Sint-Truiden ist die Lage besonders ernst. Das Autobahnkreuz Lummen ist zwischen der E313 von Lüttich Richtung E314 wegen Überschwemmungen gesperrt. Inzwischen verursachen die starken Regenfälle auch schwere Probleme in der Provinz Flämisch-Brabant, u. a. in Leuven und Glabbeek. 

Die Feuerwehr in Südwest Limburg hatte am Donnerstagmorgen noch 193 Einsätze zu fahren, zusätzlich zu den 22 laufenden Einsätzen. Probleme gibt es im gesamten Einsatzgebiet, aber insbesondere in der Provinzhauptstadt Hasselt werden viele Notfälle gemeldet, so die lokale Feuerwehr. Probleme verursacht vor allem die Demer, die über die Ufer tritt. 

In Sint-Truiden haben die Überschwemmungen die Behörden gezwungen, die Krisenzelle einzuberufen.

Überschwemmung am Autobahnkreuz in Lummen

Am Autobahnkreuz in Lummen zwischen der E313 von Lüttich zur E314 ist die Autobahn in Folge der Überschwemmungen gesperrt. Der gesamte Verkehr wird umgeleitet. Auf der Strecke ist mit Verzögerungen zu rechnen. 

Verheerende Lage in Geetbets, Leuven und Glabbeek

Gemeentebestuur Glabbeek

Inzwischen verursachen die starken Regenfälle auch in Flämisch-Brabant ernsthafte Probleme. Die Bürgermeister von Glabbeek und Geetbets sprechen von "katastrophaler" und "noch nie dagewesener" Lage. "Wir stehen schon seit mehreren Stunden im Wasser und es sieht nicht so aus, als würde es sich gleich bessern. In der Hogestraat steht das Wasser auf einer Strecke von einem Kilometer bis zu einem Meter hoch, aber es gibt noch einige andere kritische Punkte. Über die Gete fließt das Wasser aus Limburg und aus der Wallonie in unsere Richtung”, stellt Bürgermeister Jo Roggen von Geebets fest.   

Auch in Glabbeek ist die Lage chaotisch, berichtet Bürgermeister Peter Reekmans: "Das habe ich noch nie erlebt. So gut wie jede Straße steht unter zentimeterhohem Wasser und wir mussten bereits mehrere Straßen sperren.” 

In Leuven hat die Feuerwehr bereits mehr als 150 Anrufe wegen überfluteter Keller oder undichter Dächer erhalten. Die Provinzdomäne Kessel-Lo ist bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt, da durch die starken Regenfälle mehrere Teile unter Wasser stehen. Auch die nahe gelegene Eénmeilaan steht teilweise unter Wasser, was Folgen für die Anwohner und den Verkehr hat.

Am Mittwoch in Voeren, Provinz Limburg

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