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Auch Rettungsschwimmer der Küste waren im Hochwasser in den Ardennen im Einsatz

Fünf Rettungsschwimmer und fünf Freiwillige des Seenotrettungsdiensts von Blankenberg haben am Donnerstag in den überfluteten Gebieten in den Ardennen bei der Evakuierung von Bewohnern geholfen. Sie waren vom Zivilschutz angefordert worden. 

Am Donnerstag haben Rettungsschwimmer, die normalerweise den Strand in Blankenberge überwachen, und fünf Freiwillige des Seenotrettungsdienstes die Zivilschutztruppen in den Katastrophengebieten, u. a. an der Our verstärkt.  

"Es war wirklich schrecklich. Wir haben Blankenberge bei Sonnenschein verlassen und sind in einem Katastrophengebiet angekommen”, berichtete Patrick Van Dierendonck vom Seenotrettungsdienst im regionalen Radio: "Wenn es unmöglich war, die Menschen zu evakuieren, weil zum Beispiel die Strömung zu stark war, haben wir versucht, ihnen Essen und warme Kleidung zu bringen."  

Starke Strömungen und Treibgut

Mittlerweile haben die Niederschläge im Osten des Landes etwas nachgelassen. "Man konnte die Our fast mit einer Autobahn vergleichen und jeder Nebenfluss, der hinzukommt, sorgte für mehr Schubkraft.”  

Nicht nur die Strömung erschwert die Rettungseinsätze, sondern auch das Treibgut kann den Rettungsbooten und der Mannschaft gefährlich werden. Der Fluss reißt alles mit, u. a.  Kraftstofftanks, Autos, Holz, Glasbehälter, Mülltonnen usw., die sich in den Propellern der Boote verstricken können. 

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Viele Haustiere noch Waisen

In der vergangenen Nacht konnten die Rettungsschwimmer aus Blankenberge etwa 30 bis 50 Menschen retten. Als sie eine schwangere Frau aus ihrem Haus befreien konnten, spendeten die Leute auf der anderen Straßenseite Applaus. Aber viele Haustiere, die sie auf ihr Boot mitnehmen konnten, haben ihren Besitzer noch nicht wiedergefunden", stellte Patrick Van Dierendonck fest. 

Das Rettungsteam aus Flandern war mit Kollegen aus Italien, den Niederlanden, Österreich und Frankreich in dem Katastrophengebiet im Einsatz.

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