Sint-Truiden

Ministerpräsident Jambon erwartet, dass Unwetter als Naturkatastrophe anerkannt

Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) erwartet, dass der Katastrophenfonds für die Entschädigung der Unwetterschäden einspringen wird. Jambon plädiert für eine schnelle Abwicklung, damit die Entschädigungszahlungen so schnell wie möglich erfolgen. Opfer müssen sich zuerst an ihre Versicherung wenden. In Flandern ist die Provinz Limburg besonders stark von den Hochwasserschäden betroffen.  

Bevor eine Naturkatastrophe tatsächlich als solche erkannt wird, muss ein langwieriges Verfahren durchlaufen werden. Der flämische Katastrophenfonds, das Königliche Meteorologische Institut und die flämische Umweltbehörde (Vlaamse Milieumaatschappij) müssen Gutachten abgeben.  

Ohne diesen vorwegzugreifen geht der flämische Ministerpräsident davon aus, dass das Unwetter und seine Folgen als eine Katastrophe anerkannt werden. 

Geschädigte müssen sich zunächst an ihren Versicherer wenden. Der Katastrophenfonds deckt nur Schäden, die nicht durch die Feuer- oder Kfz-Versicherung abgedeckt sind.  "Ich fordere jeden auf, sich so schnell wie möglich mit seinem Versicherer in Verbindung zu setzen, um sich über die Möglichkeiten der Unterstützung und Entschädigung zu informieren", fügte Jan Jambon hinzu. 

Was macht der Katastrophenfonds und was macht die Versicherung?

Wie Jan Jambon betonte, wird der Großteil der Kosten von privaten Versicherungsgesellschaften getragen werden müssen, einschließlich der Feuerversicherung. Diese beinhaltet standardmäßig eine Naturkatastrophen-Deckung. 

Wer keine Feuerversicherung hat - etwa 5 % der Bevölkerung - kann keinen Anspruch auf den Katastrophenfonds geltend machen, wenn er eine Feuerversicherung hätten abschließen können. Ausgenommen Personen, die Sozialhilfe beziehen.   

Der Katastrophenfonds deckt alles ab, was nicht vom Versicherer gedeckt ist. Zum Beispiel ein Auto ohne Vollkaskoversicherung. Nicht gedeckt sind Schäden an einem Gartenhaus, einem Swimmingpool oder an Gegenständen, die entfernt werden konnten. Außerdem gibt es eine Selbstbeteiligung von 500 Euro. 

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