Regierung erklärt 20. Juli zum Volkstrauertag, Nationalfeiertag am 21. Juli in Moll

Auf einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag hat der belgische Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) den 20. Juli zum Volkstrauertag erklärt. Anlass sind die mindestens 20 Todesopfer, die die wohl schwersten Überschwemmungen je in Belgien gefordert haben. Die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 21. Juli werden mit weniger Aufwand stattfinden, nicht nur aus Respekt vor den Opfern, sondern auch weil viele Ressourcen zurzeit im Katastrophengebiet im Einsatz sind. 

“Wir warten noch auf die endgültige Bilanz", sagte Premierminister Alexander De Croo, “aber es scheint, dass dies die größte Naturkatastrophe ist, die unser Land je erlebt hat.” Solche außergewöhnlichen Umstände habe es hier noch nie gegeben.  die es in unserem Land noch nie gegeben hat. De Croo begrüßte auch die große Solidarität, die sich in der höchsten Not zeige.  

Der Premierministerin, die Bundesinnenministerin und die Ministerpräsidenten von Flandern und Wallonien, Jan Jambo und Elio Di Rupo drückten nicht nur ihr Mitgefühl für alle Betroffenen aus, sondern auch ihre Dankbarkeit für alle, die die Ärmel hochgekrempelt haben, um zu helfen: Mitarbeiter der Rettungsdienste im In- und Ausland, Freiwillige und Menschen, die Spendenaktionen ins Leben gerufen haben. 

Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) sagte auf der Pressekonferenz, die Zahl der Todesopfer, die das Hochwasser gefordert habe, liege zurzeit bei 20 Toten. Neun seien identifiziert worden. 20 Personen würden noch vermisst. Insgesamt seien 112 Gemeinden von dem Unwetter und den Überschwemmungen betroffen, Tausende Bürger seien evakuiert worden. Viele weitere Menschen hätten materielle Schäden erlitten, so die Innenministerin.  

Zurzeit bekommen die belgischen Rettungskräfte, darunter Soldaten, Zivilschutz, Polizei und Feuerwehr, Unterstützung von 250 Rettungskräften aus dem Ausland, u. a. Italien, Österreich und Frankreich. 

Sammeln für die Hochwasseropfer

Das Rote Kreuz Flandern zentralisiert Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe auf das Konto BE70 0000 0000 2525. Wer Sachwerte schenken möchte, kann sich in Flandern über die Krisenhelfer-Plattform des Roten Kreuzes Flandern melden. 

"Es scheint auf der Hand zu liegen, dass wir diese gigantische Flut als Katastrophe anerkennen werden", sagte der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA). "Ich habe darum gebeten, dass das Verfahren beschleunigt wird. Wer einen Schaden erlitten hat, muss sich so schnell wie möglich beim Katastrophenfonds melden. Diejenigen, die Anspruch auf Entschädigung haben, erhalten diese auch schnell. Aber die Betroffenen müssen auch ein Dossier bei ihrem Versicherungsmakler einreichen."  

Meist gelesen auf VRT Nachrichten