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Wasserpegel der Maas weiter unter Beobachtung

Alle Augen sind im Moment auf die Maas in den Provinzen Limburg, Lüttich und Namür gerichtet. Obwohl der Wasserstand in Lüttich langsam sinkt, bleibt die Maas in Limburg bedrohlich hoch. Infolgedessen wurden sechs Gemeinden in Limburg teilweise evakuiert. 

In der Provinz Limburg sind alle Augen auf die Entwicklung des Wasserstands in der Provinz Lüttich gerichtet. Dort scheint der Staudamm von Monsin standzuhalten. Wenn der Staudamm unter den Wassermassen brechen würde, wäre die Lage für die Gemeinden flussabwärts verheerend. Deshalb sind sechs Maasgemeinden in der Provinz Limburg (Maasmechelen, Lanaken, Maaseik, Dilsen-Stokkem, Kinrooi und Riemst) teilweise evakuiert worden.  

In Maasmechelen wurde auch ein Pflegeheim geräumt. Der Fährbetrieb bei Meeswijk in Maasmechelen ist seit gestern Abend 20 Uhr außer Betrieb. Aufgrund der starken Strömung der Maas ist es unmöglich, zwischen den beiden Ufern zu fahren. 

Maaseik: Werden die Deiche standhalten?

In Maaseik und in der Gemeinde Heppeneert ist die Situation immer noch sehr kritisch. Die Menschen sind aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Ob die Deiche an den Maasufern halten werden, wird sich erst am Freitagabend zeigen. 

In Moelingen, einem Stadtteil von Voeren, durften die evakuierten Bewohner am Donnerstag wieder nach Hause gehen. Etwa 140 Häuser waren evakuiert worden, nachdem der Berwijn über die Ufer getreten war.  

In Hasselt musste die Feuerwehr hunderte von Einsätzen fahren, nachdem die Demer am Donnerstag für Überschwemmungen sorgte. 

Ausgangssperre in Verviers gegen Plünderungen

In Lüttich wurde über Nacht der Höchststand des Wasserstandes in der Maas erreicht. Größere Überschwemmungen an den Flussufern in der Stadt konnten daher vermieden werden. Die Anwohner waren vorsichtshalber evakuiert worden.  

Alle Bahnhöfe in Lüttich sind noch geschlossen. Auch die Straßen sind teilweise gesperrt. In den Krankenhäusern mussten dringende Operationen verschoben werden, weil das Personal die Krankenhäuser nicht erreichen konnte. 

Lüttich
BELGA

In Verviers wurde eine Ausgangssperre von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verhängt. Die Maßnahme soll weitere Plünderungen in der schwer getroffenen Stadt an der Weser verhindern. 

In Pepinster, eine Kleinstadt östlich von Verviers, in der mehrere Häuser von den Wassermassen mitgerissen wurden, konnte am Freitagmorgen erstmals ein Hubschrauber der Armee eingesetzt werden, um Bewohner zu evakuieren. Wegen der großen Wasserschäden haben die Bewohner zurzeit keinen Strom und kein sauberes Wasser.

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Viele Straßen in der Provinz Lüttich bleiben gesperrt. Gouverneur Delcourt ruft auf, unnötige Fahrten zu vermeiden. Mehr als 20.000 Menschen in der Provinz sind zurzeit ohne Strom . In mehreren Gemeinden gibt es ein Problem mit dem Trinkwasser. 

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