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Wohl wochenlange Störungen des Zugverkehrs in der Wallonie, auch für Thalys und ICE nach Deutschland

Die Züge zwischen Charleroi, Namur und Lüttich sowie auf allen Strecken südlich von Samber und Maas werden auch an diesem Freitag nicht fahren. Das haben die belgische Bahn und der Netzbetreiber Infrabel angekündigt. Zuerst muss das Wasser abfließen, bevor Infrabel den Schaden bewerten und reparieren kann. 

Auf einigen Strecken kann es Wochen dauern, bis wieder Zugverkehr möglich ist, sagt Infrabel-Sprecherin Charlotte Verbeke. Bart Crols von der belgischen Bahn bestätigt, dass Zugreisen in die Wallonie auch in den nächsten Tagen schwierig sein werden.  

Der Zugverkehr wurde am Donnerstagmorgen eingestellt, weil die Züge wegen des Hochwassers nicht mehr sicher fahren konnten. Auf rund 30 Strecken in den Provinzen Hennegau, Namur, Lüttich, Luxemburg und Wallonisch-Brabant stehen die Gleise unter Wasser oder wurde der Boden unter den Gleisen weggespült. Da viele Straßen noch immer überflutet sind, ist der Einsatz von Ersatzbussen oft keine Option. 

In Flandern hat der Sturm derzeit keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Am Donnerstag kam es aufgrund der Probleme in Wallonien zu Verspätungen und Zugausfällen in Flandern. 

 "Die Ingenieure von Infrabel werden die Stabilität der Gleise, Brücken und Tunnels überprüfen.  

Thalys hat angekündigt, dass auch heute keine Züge zwischen Brüssel und Deutschland verkehren. Alle Fahrkarten für den 16. Juli von und nach Deutschland können bei der Verkaufsstelle je nach Verfügbarkeit und ohne zusätzliche Kosten erstattet oder umgetauscht werden. 

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