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Unwetter in Belgien fordern mindestens 20 Menschenleben, viele werden noch vermisst

Am Freitag ist die Zahl der Menschen, die bei den Überschwemmungen im Süden und Osten von Belgien ums Leben gekommen sind, auf mindestens zwanzig gestiegen. Viele Menschen werden nach dem Hochwasser immer noch vermisst. 

In Verviers, Stadt an der Weser, konnten am Donnerstag insgesamt sechs Leichen geborgen werden. Das hat die Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Die Identität der Opfer wurde noch nicht geklärt. Die lokalen Behörden befürchten, dass mit der langsamen Senkung des Hochwassers in den betroffenen Stadtvierteln neue Opfer gefunden werden. 

Verviers

Inzwischen hat der Bürgermeister von Pepinster, im Südwesten von Verviers, mitgeteilt, dass in seiner Stadt 15 Todesopfer gezählt wurden. Neun Personen konnten noch nicht identifiziert werden. 5 Menschen gestorben, von denen 9 noch nicht identifiziert werden konnten. Laut Philippe Goudin werden noch 31 Personen aus seiner Stadt vermisst. 

In der Kleinstadt Chaudfontaine, im Süden von Lüttich, haben Dauerregen und Hochwasser ebenfalls schwere Verwüstungen angerichtet. Dabei wurden zwei Menschen getötet.  

König Filip und Königin Mathilde haben Chaudfontaine am Donnerstagnachmittag besucht und mit Einwohnern gesprochen, die ihre Häuser verlassen musste und in einer Notunterkunft verbleiben. Sie nahmen sich auch Zeit für ein Gespräch mit den Stadtbehörden.

Das Königspaar im Gespräch mit Betroffenen in Chaudfontaine.

In Aywaille bei Lüttich haben die Einsatzkräfte am Mittwochmorgen die Leiche eines 50-jährigen Mannes im Keller seines Hauses geborgen. Nach Angaben der Einsatzkräfte hatte der Mann versucht, der Überschwemmung in seinem Keller Herr zu werden.  

In Trooz bei Lüttich sind drei Leichen gefunden worden. Ein Todesfall soll nicht von den Überschwemmungen, sondern von einem Herzstillstand verursacht worden sein.

In Eupen, in den Ostkantonen, starb am Mittwoch ein 22-jähriger Mann, der mit einem Schwimmreifen in das schnell fließende Wasser gesprungen war. Rettungskräfte fanden seine Leiche später in einem Bach in der Nähe des Rotenbergs.  

In Philippeville, in der Provinz Namur, war ein 50-jähriger Mann am Donnerstagnachmittag tötlich verunglückt, als er versuchte, Äste aus einem Abflussrohr zu entfernen, dabei aber vom Wasser mitgerissen wurde. 

Mindestens fünf Personen werden weiterhin vermisst

In Marcourt, in der Gemeinde Rendeux in der Provinz Luxemburg, wurde am Mittwoch ein fünfzehnjähriges Mädchen von der Ourthe mitgerissen. Sie wurde bisher nicht gefunden.  

Bei einer Rettungsaktion in Pepinster am Donnerstagnachmittag sind drei Personen in den Fluten verschwunden, als ein Rettungsboot kenterte. An Bord waren auch fünf Feuerwehrleute. 

Im Zentrum des Weser-Städtchens Pepinster am Donnerstag

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