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Covid-Fälle in Brüssel fast verdoppelt. Belgienweit jetzt mehr als 1.200 bestätigte Infektionen pro Tag

Die Region Brüssel gehört zu den Gebieten in Belgien, in denen die Delta-Variante des Coronavirus sich vergleichsweise am stärksten ausbreitet. Sowohl die Zahl der neuen Fälle als auch die Positivitätsrate haben sich in der belgischen Hauptstadt innerhalb von nur einer Woche fast verdoppelt. Hier ist die ansteckendere Delta-Variante (auch als indische Variante bekannt) dominant geworden.

Der Inzidenzwert (Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im 14-Tage-Vergleich) kletterte am 16. Juli auf 169, im Vergleich zu 99 in der Woche zuvor.

Die Positivitätsrate erreichte 2,2 Prozent (letzte Woche: 1,2 Prozent). Die Reproduktionszahl in Brüssel ist auf 1,39 angestiegen, was bedeutet, dass die Epidemie wieder wächst, da 100 Personen mit Covid-19 das Virus an 139 andere weitergeben.

Die Corona-Lage in Belgien am Samstag

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Krankenhauseinweisungen steigt weiter an. Im Durchschnitt werden jetzt 1.231 Infektionen pro Tag und 21 Krankenhauseinweisungen pro Tag  registriert. Die Zahl der Todesfälle ist jedoch weiterhin rückläufig. 

  • Vorgestern, am Donnerstag, dem 15. Juli (dem letzten Tag, für den Zahlen vorliegen), hatten bereits 7.706.816 Menschen in unserem Land mindestens eine Impfung erhalten. Das sind 82 Prozent der Erwachsenen. Betrachtet man die Gesamtbevölkerung, einschließlich der Minderjährigen, sind es 66,9 Prozent. 5.292.222 davon sind vollständig geschützt.
  • Vom 10. bis 16. Juli wurden durchschnittlich 21 Patienten pro Tag ins Krankenhaus eingeliefert. Das sind 21 Prozent mehr als in der Vorwoche. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt seit einigen Tagen an.
  • Gestern - Freitag, 15. Juli - meldeten die Krankenhäuser 27 Aufnahmen (-2 im Vergleich zu dem, was sie am Donnerstag meldeten). 29 Patienten konnten das Krankenhaus wieder verlassen (+9).  Die Krankenhäuser meldeten gestern insgesamt 239 Covid-Patienten im Krankenhaus (-14). Auch diese Zahl bezieht sich auf die Situation am Donnerstag. Auf Wochenbasis bleibt die Belegungsrate stabil (=).
  • 81 Covid-Patienten sind auf der Intensivstation (-5), davon werden 50 künstlich beatmet (-7). Auf wöchentlicher Basis sank die Zahl der Einweisungen auf die Intensivstationen um 13 %. Die Zahl der Patienten mit Beatmungsgeräten sank um 24 Prozent.
  • In der Woche vom 7. bis 13. Juli starben durchschnittlich zwei Menschen pro Tag an den Folgen des Coronavirus. Diese Zahl ist im Vergleich zur Vorwoche um 42 % gesunken. Seit dem Beginn der Pandemie wurden in unserem Land 25.209 Todesfälle registriert.
  • Zwischen dem 7. und 13. Juli wurden durchschnittlich 1.231 Neuinfektionen pro Tag bestätigt, 76 % mehr als in der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie wurden in unserem Land bereits 1.103.413 Infektionen registriert.
  • Zwischen dem 7. und 13. Juli wurden durchschnittlich 63.200 Tests pro Tag durchgeführt. Diese ist im Vergleich zur Vorwoche konstant (=) geblieben.
  • Die Positivitätsrate zwischen dem 7. und 13. Juli (die Anzahl der positiven Tests im Verhältnis zur Gesamtzahl der Tests) betrug 2,1 Prozent (0,8 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche). Das bedeutet, dass etwas mehr als 2 von 100 der durchgeführten Tests positiv waren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet ein Verhältnis von über 5 als besorgniserregend, während das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten den Wert von 4 beibehält.
  • Der R-Wert oder die Reproduktionsrate, also die Zahl, die angibt, wie schnell sich das Virus ausbreitet, liegt derzeit bei 1,22. Das bedeutet, dass jede Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist, im Durchschnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. Wenn der R-Wert unter 1 fällt, schrumpft die Epidemie. Steigt der R-Wert über 1, wächst die Epidemie.

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