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Millionenschaden am wallonischen Schienennetz. Bahnunternehmen richten Task Force ein

Der Schaden am Schienennetz im südbelgischen Wallonien hat aufgrund der jüngsten sintflutartigen Regenfälle einen zweistelligen Millionenbetrag erreicht. Auf den Strecken zwischen Libramont-Betrix, Namur-Ottignies und Lüttich wurden bereits rund hundert Schäden gemeldet, etwa die Hälfte des wallonischen Schienennetzes ist derzeit lahmgelegt.

Aufgrund des Jahresurlaubs in der Bauwirtschaft, den so genannten Bauferien, wird es nicht einfach sein, den Schaden schnell zu beheben. Der Verband der betroffenen Unternehmen kündigte an, dass alle Auftragnehmer ihr Möglichstes tun, um so viele Leute wie möglich zu mobilisieren, damit die Arbeiten so schnell wie möglich beginnen kann.

"Wir haben alle angeschlossenen Baufirmen gebeten, eine Liste mit Personal zu erstellen, das sofort eingesetzt werden kann", sagt Patrick Dresse vom Verband der Eisenbahn-Unternehmen. "Auf diese Weise wissen wir so schnell wie möglich, wie viele Leute wir einsetzen können und mit welchen Maschinen sie arbeiten können."

Der belgische Bahninfrastrukturbetreiber Infrabel kündigte gestern an, dass der Zugverkehr auf einigen Strecken erst am 30. August wieder aufgenommen werden kann. An mehr als hundert Stellen sind die Gleise durch die Überschwemmungen der letzten Tage beschädigt worden, der Schaden geht in die zweistellige Millionenhöhe.

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