Premierminister De Croo: Pflichtimpfung des Pflegepersonals vorerst kein Thema

Laut Belgiens Regierungschef Alexander De Croo (Open VLD, flämische Liberale, Foto) ist eine Pflichtimpfung des Gesundheitspersonals nicht notwendig. "Wenn ich sehe, wie weit wir in den letzten Monaten gekommen sind, um die Leute zu überzeugen sich impfen zu lassen, ist das kein Thema", sagte er im flämischen Privatfernsehen VTM. 

De Croo wies auch darauf hin, dass bei der Sitzung des Konzertierungsausschusses der belgischen Gesundheitsminister am morgigen Montag keine strengeren Corona-Maßnahmen zu erwarten sein dürften. "Wir müssen vorsichtig bleiben, dürfen aber auch nicht in Panik verfallen", sagte der Premier auf die Frage nach den steigenden Infektionsraten. "Die Impfkampagne funktioniert. Wir werden nicht weiter lockern, aber wir werden auch unsere Freiheiten nicht aufgeben." 

Bei großen Veranstaltungen und Festivals wie dem Pukkelpop besteht De Croo auf die korrekte Verwendung des Corona-Impfpasses. "Wir werden nicht die Fehler machen, die zum Beispiel die Niederlande gemacht haben", betonte De Croo. "Um einen gültigen Corona-Impfpass vorlegen zu können, müssen sie seit zwei Wochen vollständig geimpft sein oder den hochwertigen PCR-Test verwenden. Wir werden auch verhindern, dass die Leute mit den Corona-Pass schummeln. Ich bin zuversichtlich, dass die Veranstaltungsbranche damit gut umgehen wird."

Verschobener Konzertierungsausschuss findet morgen statt

Montag wird es einen weiteren Konzertierungsausschuss zur Corona-Krise geben. Normalerweise hätten sich die verschiedenen Regierungen unseres Landes am Freitag getroffen, aber das Treffen wurde aufgrund der extremen Wetterbedingungen verschoben.

Die belgischen Infektionszahlen sind seit mehreren Tagen stark angestiegen. Es werden aber wesentlich strengeren Auflagen erwartet, aber auch keine großen Lockerungen. Einige Entscheidungen müssen jedoch noch getroffen werden. Auf der Agenda stehen unter anderem strengere Kontrollen für Reisende, die Pflichtimpfung des medizinischen Personals und ein Corona-Pass für kleinere Veranstaltungen.

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