Nach der Flut: "Halbes wallonisches Schienennetz außer Betrieb"

Infrabel, der belgisch Bahninfrastrukturbetreiber kündigte an, dass die Hälfte des Schienennetzes in Wallonien nach den Überschwemmungen der letzten Woche außer Betrieb ist. Der Güterverkehr ist davon betroffen, was sich auch auf die Unternehmen in Flandern auswirken wird.

Auf dem gesamten Netz müssen Schotter und Schwellen ausgetauscht werden.  Die Kosten für die Reparaturen werden auf 50 Millionen Euro geschätzt. Die Zahl kann noch steigen, wenn das Wasser zurückgeht und neue Schäden sichtbar werden.  Insgesamt werden mindestens 70.000 Tonnen frischer Schotter benötigt. 

Infrabel geht davon aus, dass alle Strecken bis zum 9. August wieder in Betrieb genommen werden können, mit Ausnahme der Strecke von Pepinster und Lüttich, wo der 30. August das Zieldatum ist. Der CEO von Infrabel, Gilson, sagte gegenüber der Presse, dass an Dutzenden von Orten Arbeiten im Gange seien und dass die Situation Auswirkungen auf Flandern haben werde. 

Die Strecke in Nassogne, auf der ein Zug entgleiste, ist wichtig für den Güterverkehr von und zum Hafen von Antwerpen, Frankreich und Italien. ArcelorMittal, das in Luxemburg Stahl produziert, nutzt die Strecke für den Transport seiner Produkte nach Antwerpen.  Wenn der Stahl sein Ziel nicht erreicht, sind auch andere Unternehmen betroffen.

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