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Rotes Kreuz wird wochenlang Mahlzeiten an zehntausend Familien im Katastrophengebiet verteilen

Das Rote Kreuz wird in den kommenden Wochen und Monaten schätzungsweise zehntausend Familien im Katastrophengebiet mit zwei warmen Mahlzeiten am Tag versorgen. Moment läuft bereits ein Test mit einer kostenlosen Lebensmittelverteilung in der stark betroffenen Gemeinde Trooz. "Die Betroffenen sind wirklich hierauf angewiesen", sagt Jan Poté vom Roten Kreuz Flandern.

Der erste Test begann gestern in Trooz, wo 700 Mahlzeiten verteilt wurden. Heute sind es 1.000. Es ist der Auftakt zu einer riesigen Aktion des Roten Kreuzes, die täglich zwei warme Mahlzeiten für etwa zehntausend Familien bereitstellen wird.

Jan Poté vom Roten Kreuz Flandern: "Die Menschen in Trooz, die bereits eine Mahlzeit erhalten haben, waren sehr zufrieden damit. Das sind oft Familien, die nach der Überschwemmung in ihre zerstörten Wohnungen zurückgekehrt sind, aber weder Gas noch Strom haben. Und so können sie keine Mahlzeit zubereiten. Die Betroffenen sind wirklich hierauf angewiesen, und es wird sehr geschätzt, dass wir das tun."

Um die kostenlose Lebensmittelverteilung zu finanzieren, wird das Rote Kreuz auf die Geldspenden zurückgreifen

Als nächstes wird die Aktion auf das gesamte Katastrophengebiet ausgeweitet. Poté: "Es kann Wochen, ja Monate dauern, bis alle wieder Gas und Strom haben oder ihre Küchengeräte ersetzt sind. Zwei Mahlzeiten am Tag für zehntausend Familien im gesamten Katastrophengebiet, das ist das Ausmaß des Einsatzes, vor dem wir stehen."

Das kostet ordentlich, aber wie viel genau, will das Rote Kreuz nicht sagen. "Zum Glück haben wir viele Freiwillige in dem betroffenen Gebiet und viele helfende Hände."

Über die Kontonummer BE70 0000 0000 2525 können Privatpersonen und Unternehmen Geld für die Flutopfer spenden, das dann für die kostenlose Lebensmittelverteilung verwendet wird.

"9.000 Menschen müssen eine andere Bleibe finden“

In der Region von Verviers und Pepinster müssen 9.000 Menschen in den kommenden Monaten eine andere Bleibe finden. Das sagte Alain Barbier, Polizeichef der Region Vesdre, gestern im VRT NWS-Nachrichtenmagazin "Terzake".

Viele der Betroffenen haben kein Leitungswasser, Gas oder Strom mehr in ihren Häusern. In naher Zukunft werden also Tausende von Menschen erst einmal für ihre Grundbedürfnisse sorgen müssen. Barbiers Eltern, die selbst kniehohes Wasser in ihren Häusern hatten, wurde gesagt, dass sie für die nächsten fünf Monate kein Erdgas haben werden.

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