Corona-Neuinfektionen steigen langsamer, aber Einweisungen in  Krankenhäuser nehmen schneller zu

Die neuesten Corona-Zahlen des belgischen Gesundheitsamtes Sciensano zeigen, dass sich der Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt. Unterdessen müssen stets mehr Corona-Infizierte in ein Krankenhaus eingeliefert werden: +57 Prozent gegenüber der Vorwoche.  

Der Anstieg der Neuinfektionen schreitet langsamer voran. Laut der offiziellen Sciensano-Zahlen werden im Schnitt und pro Tag 1.352 neue Corona-Infektionen registriert (Zeit vom 12. bis 18. Juli): Im Vergleich zur Vorwoche liegt der Anstieg bei 27 Prozent. Täglich werden fast 72.000 Tests durchgeführt, von denen 2,1 Prozent positiv ausfallen. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus verbreitet, liegt bei 1,24. Das bedeutet, dass die Pandemie wächst, denn 100 neue Fälle lösen 124 Fälle aus.  

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt sehr schnell. Im Schnitt wurden zwischen dem 15. Und 21. Juli jeden Tag 27 Corona-Kranke in ein Krankenhaus eingewiesen: +57 Prozent gegenüber der Vorwoche. 

Vor allem jüngere Menschen müssen ins Krankenhaus: 68 Prozent sind jünger als 60 Jahre. Ein Drittel derjenigen, die im Krankenhaus landen, sind Vierzig- bzw. Fünfzigjährige. Jeder Vierte ist zwischen 20 und 40 Jahre alt. Virologe Steven Van Gucht von Sciensano stellt fest, dass die Krankenhauseinweisungen in Brüssel besonders hoch sind, wahrscheinlich weil die Impfquote in der Hauptstadt niedriger ist.    

Zwischen dem 13. und 17. Juli wurden keine Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. In der vergangenen Woche starb im Schnitt 1 Person mit oder wegen Corona pro Tag.  

Derweil läuft die Impfkampagne auf Hochtouren. Am vergangenen Dienstag hatten fast 83 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Belgien mindestens eine Impfdosis erhalten. Bezieht man die gesamte Bevölkerung mit ein, sind es knapp 68 Prozent. 

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