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Müllproblem nach Hochwasser: Unbenutzte Autobahn bei Lüttich wird zur Müllkippe

Nach den massiven Überschwemmungen in der Provinz Lüttich werden die Trümmer im Eiltempo aufgeräumt und weggefahren. Abgeladen werden die Tonnen Sperrmüll zurzeit auf der A601 nördlich von Lüttich. Das unbenutzte Autobahnteilstück dient vorübergehend als Müllkippe

Das Autobahnteilstück A601 ist nur 5 Kilometer lang und verbindet zwei wichtige Autobahnen. Sie wurde 1964 eröffnet, später aber mehr oder weniger aufgegeben. Im Jahr 2013 wurde eine Fahrspur dauerhaft gesperrt, im Dezember 2014 wurde die Autobahn komplett gesperrt und zur Geisterstraße.  

Seit Sonntag werden hier LKW-Ladungen mit Schutt und alten Möbeln abeladen. Mitglieder der Polizei und des Zivilschutzes führen regelmäßige Patrouillen entlang des Abfalls durch, um das eventuelle menschliche Überreste zu finden. 

Die gesamte Strecke soll bis zum Ende der Woche ausgelastet sein. Die Provinzen Namur, Lüttich und Luxemburg suchen verzweifelt nach neuen Standorten, da die Menge an Abfall enorm ist.  

Ein weiteres Umweltproblem ist die Trennung des Mülls. Es bleibt offen, ob Haushaltsgeräte beispielsweise noch recycelt werden können, da sie mit Schlamm, Schmutzwasser oder Chemikalien verunreinigt sind. 

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