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Zweite Medaille für Belgien: Goldtraum wird zur Bronze-Erleichterung für Judoka Matthias Casse

Nach der Silbermedaille im Straßenrennen für Wout Van Aert konnte auch Judoka Matthias Casse (Foto) sein olympisches Turnier mit einer Medaille abschließen, wenn auch nicht mit der erhofften goldenen. Im Halbfinale verlor er nach einem nervenaufreibenden Kampf gegen den Japaner Nagase, im Kampf um die Bronzemedaille besiegte er den Georgier Grigalasjvili mit Ippon.

Matthias Casse, der amtierende Weltmeister in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm, begann am Dienstagmorgen zögerlich gegen den Puertoricaner Adrian Gandia.

Auch gegen den zähen Schweden Pacek hatte Casse zunächst keine Chance, doch mit zunehmender Dauer des Kampfs gewann der körperlich stärkere Belgier die Oberhand. Im Golden Score besiegte er Pacek mit Ippon.

Im Viertelfinale hielten sich Casse und der Russe Kubutskov lange Zeit die Waage, doch unser cleverer Landsmann zog im Golden Score erneut das Blatt zu seinen Gunsten. Der erschöpfte Kubutskov konnte keine weiteren Angriffe mehr starten und musste nach einer dritten Bestrafung aufgeben.

Im Halbfinale traf Casse dann auf den Japaner Takanori Nagase, die Nummer 13 der Welt. Beide Judoka verhielten sich in der Anfangsphase abwartend und wurden schließlich dafür bestraft.

Im Golden Score konnte Casse keine Lücke in Nagases Verteidigung finden. Unser Landsmann schied schließlich nach fast drei Minuten mit einem Waza-ari nach einem Videobeweis in der Nachspielzeit aus.

Bronze für Casse

Matthias Casse musste nach seiner Niederlage gegen Nagase den Spieß sehr schnell umdrehen. Er trat gegen den Georgier Grigalasjvili an, einen der Top-Favoriten auf Gold.

Im Kampf um Bronze ging Grigalasjvili sofort in den Angriff über. Casse hatte es nicht leicht und erhielt ebenfalls eine Strafe wegen Passivität. Unser Landsmann beschränkte sich hauptsächlich aufs Verteidigen.

Doch dann wendete sich das Blatt schnell zu Gunsten von Casse. Nach einem Angriff von Grigalasjvili übernahm er die Führung und sorgte mit einem Ippon für einen Sieg. Bronze also für Casse, der sich mehr erhofft hatte, aber mit diesem Ergebnis zweifellos sehr zufrieden sein wird.

Casses Halbfinal-Besieger Nagase gewann wenig später auch das Finale und damit Heimgold. Silber holte der gebürtige Iraner Saeid Mollaei, der mittlerweile für die Mongolei antritt.

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