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Pepinster nach der Flutkatastrophe: Gemeinde beschließt Abbruch von 50 Häusern

Die Gemeinde Pepinster hat beschlossen, dass 50 Häuser und Garagen nach den schweren Überschwemmungen von vor zwei Wochen so schnell wie möglich abgerissen werden müssen. Die meisten dieser Häuser liegen in der Nähe des Flusses Weser und sind durch das Wasser stark beschädigt worden.

Betroffen ist ein beträchtlicher Teil des Zentrums der Kleinstadt und insgesamt 350 Einwohner müssen jetzt endgültig eine neue Bleibe finden. Die meisten Gebäude waren nach den schweren Überschwemmungen bereits für unbewohnbar erklärt worden.

Seit letzter Woche prüfen Ingenieure die Stabilität der Häuser, um festzustellen, wo Einsturzgefahr besteht. Der Bürgermeister hat nun beschlossen, dass diese Häuser abgerissen werden sollen. Die Bewohner wurden so gut wie möglich über die Abbruchentscheidung informiert, aber nicht alle sind darüber glücklich.

"Gestern wurde mir von der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass mein Haus auf der Liste der Häuser steht, die abgerissen werden sollen“, so ein Betroffener im Interview mit VRT NWS. „Die Häuser dort drüben, meins und das nebenan, werden ab Mittwoch abgerissen. Ich weiß nicht, wie sie es anstellen werden, aber sie werden abgerissen. Das Schlimmste ist, dass ich für den Abriss meines Hauses selbst aufkommen muss. Ich denke, das ist eine Strafe, vor allem weil wir alles verloren haben. Selbst dann werden sie uns für den Abriss unseres Hauses bezahlen lassen.“

Auf Nachfrage unserer Redaktion stellte sich aber heraus, dass die Versicherung für den Abbruch aufkommt. Hauseigentümer, die nicht vollständig versichert sein sollten, können sich an den Katastrophenschutzfonds wenden. Allerdings kann es dann mit der Bezahlung etwas dauern.

Der Klarheit halber sei darauf hingewiesen, dass die Liste von etwa 50 Gebäuden nicht endgültig ist. "Wenn andere Gebäude einsturzgefährdet sind oder eine Gefahr darstellen, können auch sie abgerissen werden“, so Bürgermeister Philippe Godin von Pepinster.

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