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Umsatz Sommerschlussverkauf mäßig, aber besser als erwartet "Vorsichtiger Optimismus für den Herbst"

Mehr als die Hälfte der unabhängigen Einzelhändler hat in diesem Sommer weniger verkauft als in einem normalen Verkaufsjahr. Dies geht aus einer Umfrage des Branchenverbands Mode Unie und UNIZO hervor. Dennoch sind die Umsätze besser als zunächst befürchtet. Mode Unie ist daher vorsichtig optimistisch. "Wir stellen fest, dass das Vertrauen sowohl der Verbraucher als auch der Einzelhändler langsam zurückkehrt".

Der Sommerschlussverkauf, der am morgigen Samstag endet, ist in diesem Jahr ein mäßiger Erfolg. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Branchenverband Mode Unie und UNIZO unter 154 unabhängigen Einzelhändlern durchgeführt hat. Etwas mehr als die Hälfte der Einzelhändler (51,3 %) geben an, dass sie weniger verkauft haben als im letzten normalen Verkaufsjahr 2019. 24,7 % hatten den gleichen Umsatz, nur 23,5 % verkauften mehr.

Keine guten Zahlen, aber besser als erwartet, sagt Isolde Delanghe von Mode Unie. "Wir hatten mit einem durchschnittlichen Umsatz von -12% im Vergleich zu 2019 gerechnet, aber wir haben mit -6,7% abgeschlossen. Das ist sicher nicht positiv, aber angesichts des schlechten Wetters und der Tatsache, dass zum Beispiel die Familienfeiern noch nicht wieder ganz normal stattfinden können, ist das normal."

Den Händlern gelang es, den Schaden zu begrenzen, indem sie unter anderem die sozialen Medien nutzten. So gaben beispielsweise fast 75 % der Befragten an, dass sie sich verstärkt auf die Gewinnung von Kunden über Social-Media-Plattformen konzentrieren. Bei mehr als sieben von zehn von ihnen führten diese Bemühungen zu einem zusätzlichen Umsatz von mehr als 10 %.

Vorsichtiger Optimismus

Für die Modebranche scheint das Schlimmste hinter uns zu liegen.  Die Umfrage zeigt, dass die Einzelhändler dem Herbst mit vorsichtigem Optimismus entgegensehen. Fast sechs von zehn Einzelhändlern geben an, dass sie den gleichen oder einen etwas besseren Umsatz als im Herbst 2019 erwarten. Die durchschnittliche Erwartung ist jedoch, dass die Umsätze immer noch um 5 % sinken werden.

Dennoch bewegen sich die Dinge laut Delanghe in die richtige Richtung. "Wir haben drei sehr schlechte Verkaufssaisons hinter uns, in denen wir jedes Mal auf einem Umsatz von -30 % gestrandet sind, aber wir sehen eine Trendwende. Es wird immer noch weniger sein als in einer normalen Wintersaison, aber wir sind zuversichtlich.

Wir haben drei sehr schlechte Verkaufssaisons hinter uns, aber wir sehen eine Trendwende.
Isolde Delanghe von Mode Unie

Vor allem Abendgarderobe und Kinderkleidung sind in den letzten Monaten in den Regalen geblieben, weil zu Hause gearbeitet wird und Feste wie die Kommunion noch nicht wieder ganz normal verlaufen sind. "Aber das Vertrauen der Verbraucher kehrt allmählich zurück. Wir erwarten einen relativ normalen Herbst, mit Umsätzen fast auf dem Niveau von 2019."

Ähnliche Entwicklung bei den Handelsketten

Ein ähnlicher Trend ist bei den Handelsketten zu beobachten, bestätigt der Handelsverband Comeos. Genaue Zahlen sind noch nicht verfügbar, aber auch sie sehen, dass die Sommerschlussverkäufe im Allgemeinen etwas unter dem Niveau von 2019 bleiben.

"Aufgrund des schlechten Wetters in der ersten Julihälfte hatte der Schlussverkauf einen langsamen Start", sagt Hans Cordyn von Comeos. "Die dritte Woche hingegen war gut." Die Zahl der Besucher bleibt vorerst negativ. Auf der anderen Seite ist die Konversionsrate höher, was bedeutet, dass die Kunden mehr kaufen.

"Wir sehen eine Erholung, aber wir bleiben vorsichtig", sagt Cardyn. "Letztes Jahr hatten wir auch mit einer Belebung der Verkäufe gerechnet, aber eine neue Corona-Welle hat das Gegenteil bewirkt.  Der Aufschwung wird sicherlich nicht über Nacht kommen.”

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