Laden Video-Player ...

Flutopfer im Wesertal suchen neue Wohnungen, Immobilienpreise steigen

Die Wallonische Wohnungsbaugesellschaft (SWL) plant, so schnell wie möglich etwa 3 000 Container (Video) anzumieten, um Familien, die durch die Überschwemmungen im Wesertal Mitte Juli obdachlos geworden sind, vorübergehend unterzubringen. Es wurden sechzig Unternehmen kontaktiert, die solche Container ausstatten. Die Herstellung und Ausstattung der Container wird jedoch mindestens ein paar Wochen dauern. Die Container müssen den Geschädigten ein Mindestmaß an Komfort bieten, erklärte Grégory Hubert von C2G Concept gegenüber VRT NWS.

In der Zwischenzeit steigen die Wohnungspreise rapide an, da das Angebot nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken. Für viele Familien werden die Immobilien immer unerschwinglicher.

Am heutigen Samstag hat der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo in verschiedenen Zeitungen zum ersten Mal ausführlich über die Überschwemmungen und ihre Folgen für Wallonien gesprochen. Er versprach, die Mittel zur Unterstützung der Opfer zu finden, aber "es wird ein bis zwei Jahre dauern, bis alle wieder untergebracht sind". Der Sozialdemokrat sprach sich auch gegen eine Untersuchungskommission aus.

"Die Situation vor Ort ist sehr kompliziert. In Pepinster oder Trooz gibt es keine Verwaltung mehr, keine Dienstleistungen, kein Telefon und keine Computer. Wir werden jetzt viele Menschen, die in Hotels untergebracht sind, umquartieren müssen, auch Familien. Wir müssen Lösungen finden, denn der Wiederaufbau wird mindestens anderthalb, wenn nicht zwei Jahre dauern", sagte Elio Di Rupo (PS) in den Zeitungen L'Echo und Le Soir und wies darauf hin, dass 7 % der Fläche Walloniens in einem Überschwemmungsgebiet liegen.

Es wird ein bis zwei Jahre dauern, bis alle Flutopfer wieder untergebracht sind
Der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo

"Wir haben Hilfe von der Armee, dem Zivilschutz und dem nationalen Krisenzentrum erhalten. Wir arbeiten an der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden, die Unternehmen und Bürger über den Katastrophenfonds leisten können. Wir arbeiten an den Modalitäten für die Senkung der Mehrwertsteuer für alle Sanierungs- und Wiederaufbauarbeiten. Alle Kontakte, die ich zum jetzigen Zeitpunkt mit Premierminister Alexander De Croo habe, werden weiterverfolgt“.

Kann die Bundesregierung helfen? "Vielleicht nicht so sehr in Form von Bargeld, sondern vielmehr durch die Schaffung der richtigen Bedingungen, um finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Ich werde mich auch an die Europäische Investitionsbank wenden", erklärte der wallonische Ministerpräsident (Foto)  in den Zeitungen.

Der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo

Meist gelesen auf VRT Nachrichten