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Nach dem Hochwasser: 100.000 Tonnen - Riesiger Müllberg bei Lüttich

Auch rund zwei Wochen nach der Hochwasserkatastrophe im Wesertal sind die Aufräumarbeiten noch nicht zu Ende. Nicht wenige zerstörte Gebäude können erst nach und nach betreten und geräumt werden. Inzwischen werden die Abfallberge immer größer. Auf einem Industriegelände in Wandre bei Lüttich türmt sich ein inzwischen gut und gerne 100.000 Tonnen schwerer unsortierter Müllberg…

In Wandre bei Lüttich türmt sich ein immer größer werdender Abfallberg aus den betroffenen Hochwassergebieten entlang der Weser. Möbel, Spielzeug, Haushalts- und andere Elektrogeräte, Kleidung und vieles andere mehr werden tagtäglich mit LKW hierhergebracht. Alles ist unsortiert, denn von Mülltrennung kann hier keine Rede sein. Bis diese Abfallmengen beseitigt werden können, werden wohl noch Monate vergehen und die Bagger werden noch lange auf den Müllberg fahren, um diesen aufzufüllen.

Die, die hier arbeiten, haben aber auch emotional keinen leichten Stand, wie Roland Wolfs, der Verantwortliche für diese improvisierte Mülldeponie in Wandre bei Lüttich gegenüber VRT NWS erzählte: „Wir sehen hier Kühlschränke, die noch gefüllt sind. Das ist traurig. Und auch Fotoalben von Familien. Hier findet man alles. Da     s ist wirklich das Leben dieser Menschen.“

Pro Tag kommen hier 6.000 bis 7.000 Tonnen Anfall hinzu. Dieser Müll wird nur grob getrennt und klein gemahlen. Und in den Überschwemmungsgebieten ist noch viel Abfall und Unrat, der noch abgeholt werden muss. Irgendwann, so Wolfs, wird auch hier kein Platz mehr sein, denn es strömt täglich mehr Müll hierher, als zu den Verbrennungsanlagen abgeführt werden kann. Roland Wolfs geht davon aus, dass es mindestens ein halbes Jahr dauern wird, bis alleine der Müll beseitigt ist, der hier nach Wandre gebracht wird… 

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