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Eurostar: Mehr Züge zwischen Brüssel und London ab Mitte August

Der Eurotunnel-Zugbetreiber Eurostar will dank gelockerter Reisebeschränkungen zwischen Großbritannien und dem europäischen Kontinent bald wieder mehr Züge fahren lassen. In der zweiten Augusthälfte werde man an den Wochenenden einige weitere Züge zwischen London und Paris einsetzen, wie eine Sprecherin des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur mitteilte: “Wir werden die Nachfrage beobachten und die Verbindungen im August darüber hinaus aufstocken, wenn das benötigt wird.“

Das Unternehmen hatte sein Angebot in der Corona-Krise wegen strenger Reisebeschränkungen und Lockdown-Maßnahmen drastisch reduziert - von insgesamt 56 Zügen täglich auf zeitweise je nur eine Verbindung zwischen London und Paris bzw. zwischen London und Amsterdam via Brüssel. Auch die Zahl der Eurostar-Züge zwischen London und Amsterdam via Brüssel wurde zurückgefahren. Die Passagierzahlen brachen um 95 % ein.

Seit Sonntag müssen vollständig geimpfte Einreisende aus Frankreich in Großbritannien nicht mehr in Quarantäne. Das Gleiche gilt seit einer Woche auch für andere Reisende aus der EU. Auch in den europäischen Ländern gibt es mittlerweile Erleichterungen für geimpfte Briten. 

Eurostar begrüßte die Anpassung der Corona-Regelungen. Man habe nach der Ankündigung der Lockerungen einen starken Anstieg der Buchungen registriert und die Anfragen auf der eigenen Internetseite hätten sich verdoppelt, hieß es dazu.

Eurostar vorläufig gerettet

Ein Rettungspaket der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft SNCF, die die Mehrheit der Anteile an Eurostar hält - 55 %, hatte dem Zugbetreiber vor einigen Monaten wieder etwas Luft zum Atmen verschafft (die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB hält 5 % der Aktien). Zuvor hatte das Unternehmen mehrfach angedeutet, dass es ums Überleben kämpfe. Die britische Regierung, die von Eurostar um Hilfe gebeten worden war, beteiligte sich nicht an dem Hilfsprogramm. Sie hatte ihre Anteile 2015 an private Investoren verkauft.

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